Jahresbilanz Hochland bleibt in Russland

Der führende Käsehersteller und -vermarkter in Europa, die Hochland-Gruppe, wächst auch 2021 dank eines starken Markengeschäfts. Die russischen Werke sollen trotz des Ukraine-Kriegs weiterproduzieren.

Dienstag, 26. April 2022 - Hersteller
Dr. Friederike Stahmann
Artikelbild Hochland bleibt in Russland
Bildquelle: Hochland

Im Rahmen der jährlichen Bilanzpressekonferenz zieht Hochland eine zufriedenstellende Bilanz. Der Umsatz stieg um 4,3 Prozent auf rund 1,7 Milliarden Euro. Obwohl das zurückliegende Jahr geprägt war von der Corona-Pandemie, Kostensteigerungen in allen zentralen Bereichen und Ländern sowie angespannten Lieferketten, erzielte das Unternehmen sowohl im Marken- als auch im Food-Service-Geschäft erfreuliche Zuwachsraten. So konnte man im Markengeschäft laut Geschäftsbericht um 7,8 Prozent zulegen. Wichtigste Warengruppe ist nach wie vor die Schmelzkäse-Erzeugung mit einem Anteil von 34,7 Prozent, gefolgt vom Frischkäse-Segment. Der Umsatz wird jeweils zu einem Drittel in Deutschland, in den anderen EU-Ländern und in Drittländern generiert. Investitionen in Höhe von 200 Millionen Euro in Kapazitäten und Infrastruktur zeigen die Zukunftsausrichtung des Allgäuer Familienunternehmens.

„Der 24. Februar 2022 ist auch für Hochland eine Zäsur“, begann Peter Stahl, CEO Hochland, seine Ausführungen bei der Jahresbilanzkonferenz. Man verurteile den Krieg, „wir lassen aber unsere Kollegen und Kolleginnen nicht im Stich.“ Nach intensiven und kontrovers geführten Diskussionen Hochland-intern habe man sich entschieden, sich nicht aus dem Russland-Geschäft zurückzuziehen. Gestoppt wurden Werbeausgaben innerhalb Russlands sowie Investitionen in die drei bestehenden Werke. Man hoffe, dass Russland wieder in die internationale Staatengemeinschaft zurückkehre. „Wir hoffen nicht, dass es zu einem neuen Eisernen Vorhang kommt“, so Stahl.

Als weitere Herausforderungen sieht sich Hochland im aktuellen Geschäftsjahr angesichts der weltpolitischen Lage mit nie dagewesenen Kostensteigerungen – bei Verpackung, Energie, Lohnkosten und dem Rohstoff Milch – konfrontiert. Preiserhöhungen im Handel seien daher unausweichlich, so der Vorstand. Denn: „über Steigerungen in der Produktionseffizienz ist dies nicht mehr abzupuffern“, so Stahl.

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