Superlist Umwelt Europa Lidl führt Nachhaltigkeitsvergleich europäischer Lebensmittelhändler an

Lidl erreicht in vier Ländern Spitzenplätze beim Nachhaltigkeitsvergleich Superlist Umwelt Europa. Als einziger deutscher Händler legt der Discounter einen detaillierten Fahrplan zur Emissionsreduktion bis 2050 vor. Rewe überholt Aldi Süd im nationalen Vergleich.

Dienstag, 27. Januar 2026, 15:06 Uhr
Manuel Glasfort
Auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit loten viele Lebensmittelhändler neue Möglichkeiten aus. Bildquelle: Getty Images

Lidl hat sich in einem europäischen Nachhaltigkeitsvergleich als führender Lebensmittelhändler durchgesetzt. Der Discounter erreichte in vier Ländern, darunter Deutschland, Spitzenplätze im Leistungsvergleich Superlist Umwelt Europa. Das teilte die Initiative hinter dem Vergleich mit, die von der niederländischen Denkfabrik Questionmark geleitet wird. Als einziger deutscher Händler legte Lidl demnach einen detaillierten Fahrplan zur Emissionsreduktion vor, der neben kurz- und langfristigen Zielen für 2035 und 2050 auch die erwarteten Emissionsreduktionen je Lebensmittelkategorie aufzeigt.

Die Analyse verglich 27 Händler in acht nationalen Märkten und bewertete deren Leistungen in zwei Bereichen: die Übereinstimmung mit den Zielen des Pariser Klimaabkommens und die Anstrengungen, einen höheren Anteil pflanzlicher Lebensmittel zu verkaufen. Laut einem Bericht von McKinsey und Eurocommerce gehen rund die Hälfte der Lieferkettenemissionen europäischer Supermärkte auf tierische Produkte zurück. Neben Lidl zählen den Angaben zufolge Aldi Süd und Rewe zu den fünf nachhaltigsten Lebensmitteleinzelhändlern Europas.

Im nationalen Vergleich konnte Rewe Aldi Süd überholen. Dies gelang dem Vollsortimenter nach Angaben der Initiative durch kombinierte Anstrengungen im Klimaschutz und bei der Proteinvielfalt. Edeka, Kaufland und Aldi Nord hinken bei den Nachhaltigkeitsleistungen noch hinterher. Aldi Nord arbeitet als einziger deutscher Einzelhändler noch ohne ein Netto-Null-Ziel, wie die Analyse ergab.

Lidl und Rewe zahlen Lieferanten für Nachhaltigkeitsmaßnahmen

Viele europäische Händler verzeichnen einen Anstieg der Gesamtemissionen. Nur fünf der 27 untersuchten Supermärkte, darunter Kaufland und Rewe, haben es geschafft, ihre Emissionen zu senken. Europaweit lässt bislang jeder dritte Supermarkt Maßnahmen vermissen, um seine Proteinverkäufe am Wohlergehen von Mensch und Planet auszurichten, heißt es in der Mitteilung. „Wer im europäischen Einzelhandel zukunftsfähig sein will, muss Nachhaltigkeit als harten Wettbewerbsfaktor begreifen“, zitierte die Initiative Florian Wall, Associate Director Germany bei Madre Brava.

Lidl und Rewe unterstützen nach eigenen Angaben ihre Lieferanten bei Nachhaltigkeitsmaßnahmen. Lidl zahlt Milchlieferanten, die nachhaltige Praktiken umsetzen, einen Aufschlag. Rewe unterstützt die Lieferanten seiner Eigenmarken-Produkte mit einem Klimaschutzfonds-Programm. Um die finanziellen Mittel zu erhalten, müssen die Lieferanten quantifizierte und dauerhafte Ziele zur Emissionssenkung vorlegen.

Anzeige

analytica 2026

analytica: die ganze Welt des Labors

Die Weltleitmesse für Labortechnik, Analytik, Biotechnologie und die analytica conference vom 24. bis 27. März 2026 in München.
Mehr erfahren

Anzeige

analytica 2026

Digitale Möbel als Hebel für den POS

Intelligente Hardware und Technologien wie KI statten Händler mit neuen Möglichkeiten aus, das Gesamterlebnis Point of Sale zu verbessern. Ein smartes Möbel für Gebäck zeigt, wie’s geht.
Mehr erfahren

Neue Produkte

Im Heft

Regional-Star 2025 - Die Nominierten