Klimaschutz Özdemir will weniger Fleischkonsum

Bundesagrarminister Cem Özdemir (Foto) hat sich für eine Verringerung des Fleischkonsums ausgesprochen. Nur durch eine Reduzierung der Tierbestände könnten die CO2-Emissionen der Landwirtschaft gesenkt werden.

Dienstag, 26. April 2022 - Hersteller
Lebensmittel Praxis
Artikelbild Özdemir will weniger Fleischkonsum
Bildquelle: Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion/Stefan Kaminski

„Auch wenn der Trend etwas nach unten zeigt – in Deutschland wird im Schnitt fast doppelt so viel Fleisch gegessen wie unter Gesundheitsaspekten empfohlen“, sagte Özdemir am Dienstag in Köln. Anlass der Rede war die Eröffnung der Zuliefermesse für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie Anuga Foodtec, meldet die Deutsche Presse-Agentur (dpa).

Özdemir verwies auch auf den Zusammenhang zwischen Klimaschutz und Tierhaltung. Mehr als die Hälfte der landwirtschaftlichen Treibhausgas-Emissionen in Deutschland entstünden durch Tierhaltung. Das Klimaschutzgesetz sehe eine Absenkung der jährlichen Emissionen in der Landwirtschaft bis 2030 auf 56 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente vor. „Das schaffen wir nur, wenn Tierbestände zurückgehen.“

Geringere Bestände bedeuteten auch weniger landwirtschaftliche Flächen, auf denen Tierfutter angebaut werden müsse. „Flächen, die wir momentan für den Anbau von Nahrung gebrauchen könnten“, sagte Özdemir. Ihm sei aber klar, dass nicht jede Tierfutter-Anbaufläche für Brotgetreide geeignet sei.

Der Minister sprach sich für eine stärker pflanzenbasierte Ernährung aus. Wer sich darauf einließe, könne eine neue Vielfalt und neue Kulinarik gewinnen. Auch pflanzliche Alternativen zu Fleisch, Milch oder Eiern könnten eine Option sein.

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