Edeka Minden-Hannover hat im vergangenen Jahr an 60 weiteren Standorten Ladesäulen für Elektroautos installiert. Damit betreibt das Unternehmen nun an insgesamt 204 Märkten eigene Ladestationen, wie es in einer Mitteilung heißt. Der Strom stammt den Angaben zufolge zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energiequellen. Auch 2026 will die Regionalgesellschaft der Edeka die Ladeinfrastruktur weiter ausbauen. Dabei setzt Edeka Minden-Hannover vermehrt auf schnelle Gleichstrom-Ladepunkte mit bis zu 150 Kilowatt Leistung.
Das Unternehmen stellt nach eigenen Angaben seine Lkw-Flotte sukzessive auf den Kraftstoff Bio-LNG um. Die rund 650 Lastwagen sollen komplett auf Fahrzeuge des Herstellers Iveco umgestellt werden. Durch die Umstellung spart Edeka Minden-Hannover nach eigenen Angaben rund 45.000 Tonnen CO₂ pro Jahr ein. Als Kraftstoff kommt Reefuel der Firma Alternoil aus Steinfeld zum Einsatz, das aus grünem Wasserstoff und Biomethan aus biologischen Abfallprozessen gewonnen wird.
Um die Betankung sicherzustellen, baut das Unternehmen eigene Bio-LNG-Tankstellen an seinen Logistikstandorten auf. Neben den bereits bestehenden Tankstellen in Lauenau, Osterweddingen, Wiefelstede, Landsberg und Mittenwalde soll 2026 noch eine Tankstelle in Freienbrink folgen. Dann verfügen alle Logistikzentren von Edeka Minden-Hannover über Bio-LNG-Tankstellen, teilte das Unternehmen mit.
Edeka Minden-Hannover nimmt 15 weitere Solaranlagen in Betrieb
Im Bereich Photovoltaik hat Edeka Minden-Hannover im vergangenen Jahr 15 weitere Anlagen in Betrieb genommen. Insgesamt verfügt das Unternehmen nun an 126 Standorten über Solaranlagen. Für 2026 plant das Unternehmen die Installation von 30 neuen Photovoltaik-Anlagen. Auf dem Dach des Logistikzentrums in Lauenau hat Edeka Minden-Hannover nach eigenen Angaben die größte Photovoltaik-Anlage auf einem Eigentumsobjekt des Unternehmens eingerichtet. Die Anlage produziert rund drei Millionen Kilowattstunden Ökostrom im Jahr, was dem Verbrauch von über 600 Vier-Personen-Haushalten entspricht. Der Strom wird ausschließlich für den Eigenverbrauch in dem Logistikstandort mit 104.000 Quadratmetern Lagerfläche genutzt.
„Die meiste Energie fließt in die Kühlanlagen für Feinkost- und Tiefkühlwaren, die Flurförderfahrzeuge, die Kommissionier-Anlage sowie die Verwaltungsbereiche“, zitierte das Unternehmen aus der Mitteilung. Die Anlage deckt an sonnigen Tagen einen Großteil des Energiebedarfs des Logistikzentrums. Edeka Minden-Hannover und der WWF haben zudem bereits 91 Märkte im Rahmen der Initiative „Auf ZukunftsWegen“ ausgezeichnet.

