Die Biomanufaktur Havelland hat im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von 14,17 Millionen Euro erzielt. Damit lag der Bio-Fleisch- und Wurstwarenbetrieb nach eigenen Angaben nahezu auf dem Vorjahresniveau von 14,2 Millionen Euro. Das Unternehmen beschäftigt rund 50 Mitarbeiter und führt mehr als 300 Produkte im Sortiment.
Geschäftsführer Thomas Schubert betonte in einer Mitteilung die Bedeutung regionaler Lieferketten. „Durch unsere langjährigen Partnerschaften und auch neue Erzeuger-Kooperationen können wir zuverlässig hochwertige Bio-Ware mit maximaler Frische anbieten“, so Schubert. Das Unternehmen bezieht seine Rohstoffe den Angaben zufolge von Lieferanten aus Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Insbesondere im Rinderbereich gebe es derzeit eingeschränkte Marktverfügbarkeiten, weshalb sich das regionale Netzwerk auszahle.
Zu den Abnehmern zählen vor allem die 58 Filialen der Muttergesellschaft Bio Company, die der Betrieb mit Frischfleisch und Wurstwaren beliefert. Co-Geschäftsführerin Daniela Feldt, die zugleich als Vorständin der Bio Company fungiert, verwies auf eine wachsende Bedeutung des Drittgeschäfts: Gastronomie, Hotellerie und Betriebskantinen gehörten mittlerweile ebenfalls zum Kundenkreis. Besonders stark habe sich laut der Mitteilung die Zusammenarbeit mit dem Lieferdienst Knuspr entwickelt – hier habe sich der Umsatz verdreifacht. Auch das Wildsortiment habe seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt.
Biomanufaktur Havelland gewinnt Brandenburger Innovationspreis
Das Unternehmen erhielt 2025 den Brandenburger Innovationspreis sowie den Pro-Agro-Marketingpreis. Ausgezeichnet wurde das Projekt „reffiSchaf“, das eine Wertschöpfungskette für Schaffleisch aufbauen soll. Dabei geht es nach Angaben des Unternehmens um die ganzheitliche Verwertung des Tieres. Projektpartner waren die Frankenförder Forschungsgesellschaft und der Verein Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau.
Darüber hinaus teilte die Biomanufaktur Havelland mit, dass die gemeinsam mit Biopark Markt gegründete Mecklenburger Biofleischveredelung in Waren an der Müritz 2025 erstmals schwarze Zahlen geschrieben habe. Die Biomanufaktur Havelland hält einen Anteil von 24,9 Prozent an dem Bio-Zerlegebetrieb, der seit 2023 am Markt ist und ausschließlich Bio-Qualität verarbeitet.
