Tarifkonflikt Warnstreik bei Coca-Cola in Mitteldeutschland

Die Beschäftigten von Coca-Cola in Weimar und Halle haben ihre Arbeit niedergelegt. Die Gewerkschaft NGG fordert eine Lohnerhöhung von 150 Euro plus fünf Prozent. Das Unternehmen bietet bislang nur 1,5 Prozent für 2026 an.

Dienstag, 28. Oktober 2025, 09:37 Uhr
Theresa Kalmer (mit dpa)
Beschäftigte an zwei ostdeutschen Standorten legen im Tarifkonflikt die Arbeit nieder. Die Gewerkschaft fordert mehr Geld, das Unternehmen verweist auf wirtschaftliche Herausforderungen. Bildquelle: Getty Images

Die Beschäftigten der Coca-Cola-Standorte in Weimar und Halle haben die Arbeit niedergelegt. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) fordert eine Vorwegerhöhung der Entgelte um 150 Euro sowie weitere fünf Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit von zwölf Monaten, wie die Gewerkschaft mitteilte.

„Das Null-Angebot des Unternehmens stößt auf Null-Akzeptanz bei der Belegschaft“, erklärte der NGG-Ost-Vorsitzende Uwe Ledwig laut der Mitteilung. Von dem Warnstreik sind nach Angaben der Gewerkschaft 300 Beschäftigte in Halle und 30 Beschäftigte in Weimar betroffen. Für Auszubildende fordert die NGG eine Erhöhung um 120 Euro.

Coca-Cola Europacific Partners Deutschland bot in der ersten Verhandlungsrunde am 10. September eine Entgelterhöhung von 1,5 Prozent für das Jahr 2026 an. Das Unternehmen begründete sein Angebot mit der aktuell herausfordernden wirtschaftlichen Lage und verwies auf hohe Entgeltabschlüsse der vergangenen Jahre.

Die Tarifverhandlungen sollen vom 10. bis 12. November fortgesetzt werden. Die Gewerkschaft hatte bereits an anderen Coca-Cola-Standorten in Bad Neuenahr und Norddeutschland zu Warnstreiks aufgerufen. Wegen der Arbeitsniederlegungen können sich Lieferungen an Kunden verzögern, teilte das Unternehmen mit.

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