Tarifkonflikt 250 Coca-Cola-Mitarbeiter legen Werk in Bad Neuenahr lahm

Die Beschäftigten von Coca-Cola in Bad Neuenahr-Ahrweiler befinden sich im Warnstreik. Die Gewerkschaft NGG fordert 150 Euro mehr Grundgehalt sowie eine Lohnerhöhung von 5 Prozent. Das Unternehmen verweist auf bereits erfolgte Gehaltssteigerungen von 3,5 Prozent seit März.

Montag, 27. Oktober 2025, 09:39 Uhr
Theresa Kalmer (mit dpa)
Streit in den Tarifverhandlungen: 250 Beschäftigte legen nun auch bei Coca-Cola in Bad Neuenahr-Ahrweiler die Arbeit nieder. Bildquelle: Adobe Stock

Rund 250 Beschäftigte von Coca-Cola in Bad Neuenahr-Ahrweiler haben die Arbeit niedergelegt. Der 24-stündige Warnstreik begann mit der Nachtschicht am Sonntagabend, wie die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten mitteilte.

Die Gewerkschaft fordert rückwirkend zum 1. September eine Vorweganhebung der Entgelte um 150 Euro plus 5 Prozent mehr Lohn. Zudem sollen die Ausbildungsvergütungen in allen Ausbildungsjahren um 120 Euro steigen. Der Tarifvertrag soll nach den Vorstellungen der Gewerkschaft eine Laufzeit von zwölf Monaten haben.

„Dass Coca-Cola für 2025 keine Lohnerhöhung vorsieht und erst 2026 magere 1,5 Prozent anbieten will, ist eine Provokation“, sagte Volker Daiss, Geschäftsführer der NGG-Region Mittelrhein, laut der Mitteilung.

Coca-Cola verteidigt bisheriges Angebot

Coca-Cola verwies darauf, dass die Beschäftigten bereits seit März 2025 rund 3,5 Prozent oder monatlich 170 Euro mehr Lohn erhalten. Das Unternehmen habe zudem in der ersten Verhandlungsrunde am 10. September ein wirtschaftlich tragfähiges Angebot vorgelegt.

Die nächste Verhandlungsrunde soll am 10. November in Hamburg stattfinden. Die Gewerkschaft drohte mit einer Ausweitung der Streiks, falls Coca-Cola kein besseres Angebot vorlege. Die Gewerkschaft hatte bereits an anderen Coca-Cola-Standorten zu Warnstreiks aufgerufen.

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