Säuglingsnahrung Danone ruft weitere Chargen von Aptamil und Milumil zurück

Der Lebensmittelkonzern Danone weitet den Rückruf von Babynahrung aus. Betroffen sind nun Dutzende Chargen der Marken Aptamil und Milumil wegen des Giftstoffs Cereulid. Auch Nestlé hatte Anfang Januar bereits Säuglingsnahrung aus demselben Grund zurückgerufen.

Freitag, 06. Februar 2026, 09:21 Uhr
Theresa Kalmer (mit dpa)
Danone ruft Säuglingsnahrung zurück. In einer Zutat könnte ein Toxin enthalten sein, das zu Übelkeit und Erbrechen führen kann. Bildquelle: Danone DACH

Der Lebensmittelkonzern Danone weitet den Rückruf von Säuglingsnahrung der Marken Aptamil und Milumil aus. Das Unternehmen reagiert damit auf aktualisierte Empfehlungen der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) zu Grenzwerten für den Stoff Cereulid, wie Danone mitteilte. Betroffen sind nun Dutzende Chargen, nachdem das Unternehmen bereits vor rund einer Woche drei Chargen der Marke Aptamil zurückgerufen hatte.

Markenwebsites mit Mindesthaltbarkeitsdaten

Cereulid ist ein von Bakterien gebildetes Gift, das 30 Minuten bis sechs Stunden nach der Einnahme plötzliche Übelkeit, Erbrechen und Magenschmerzen verursachen kann, wie die Efsa erläutert. Eltern sollten zurückgerufene Produkte auf keinen Fall weiter verwenden, betonte Danone. Zeigen Babys nach dem Verzehr Symptome wie Erbrechen oder Durchfall, raten Fachleute dringend zu einem Arztbesuch. Magen-Darm-Erkrankungen können bei Säuglingen schnell zu Komplikationen führen.

Auf den Markenwebsites aptaclub.de und milupa.de können Eltern anhand des Mindesthaltbarkeitsdatums überprüfen, ob ein von ihnen gekauftes Produkt betroffen ist. Wegen möglichen grenzüberschreitenden Handels erstreckt sich der Rückruf den Angaben zufolge auch auf in Österreich verkaufte Chargen. „Produkte der betroffenen Produktionschargen sollen nicht weiter gefüttert und dort zurückgegeben werden, wo diese gekauft wurden“, unterstrich das Unternehmen.

Efsa legt erstmals Sicherheitsrichtwert für Babys fest

Die Efsa hatte am Montag eine wissenschaftliche Leitlinie zu vorsorglichen Schwellenwerten für Cereulid in Säuglingsnahrung veröffentlicht. Die EU-Kommission hatte die Behörde mit Sitz im italienischen Parma um eine Einschätzung gebeten, wie gefährlich Cereulid für Säuglinge ist. Die Behörde führte eine Risikobewertung durch und legte nun erstmals einen Sicherheitsrichtwert speziell für Babys fest. Damit sollen Behörden in der EU schneller und einheitlicher entscheiden können, wann ein Rückruf notwendig ist.

Bereits Anfang Januar hatte der Nahrungsmittelkonzern Nestlé Säuglingsnahrungsprodukte wegen desselben Toxins zurückgerufen. Betroffen waren verschiedene Pulver und Flüssigkeiten in Dosen, Schachteln und Flaschen der Marken Beba und Alfamino.

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