Antibiotika in der Tiermast Noch immer deutlich zuviel

Für Aufregung in der Fleischbranche sorgt heute eine Mitteilung des Bundeslandwirtschaftsministeriums. Dabei geht es um den Einsatz von Antibiotika in der Tiermast.

Mittwoch, 29. Mai 2019 - Hersteller
Lebensmittel Praxis
Artikelbild Noch immer deutlich zuviel
Bildquelle: Reinert

Die Kritik resultiert aus einem bislang internen Evaluierungsbericht, der jetzt dem NDR und der Süddeutschen Zeitung vorliegt. Danach hat die Bundesregierung ihr Ziel, den Antibiotika-Einsatz deutlich zu verringern, nicht erreicht. Zwar hat sich die Verwendung bei Mastferkeln und -schweinen deutlich reduziert (in den letzten drei Jahren um mehr als 40 Prozent). Aber bei Hühnern, Puten und Rindern habe sich kaum etwas verbessert.

Beim Geflügel gehört nach wie vor knapp die Hälfte der eingesetzten Menge an Antibiotika zu sogenannten kritischen Wirkstoffen, die auch als Reserve-Antibiotika bezeichnet werden. Sie wurden von der Weltgesundheitsorganisation WHO als besonders wichtig für die Behandlung von Menschen eingestuft.

Erste Reaktion auf den Bericht kommen aus der Politik. Friedrich Ostendorff, agrarpolitischer Sprecher der Grünen, kritisiert deshalb die Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU). Sie müsse dafür sorgen, dass Reserveantibiotika „endlich raus aus der Mast“ kämen. Sie dürften nicht in der Tiermast eingesetzt werden, „weil sie eine Bedrohung für die Humanmedizin, für uns Menschen sind, wenn wir im Krankheitsfall diese Stoffe benötigen“, sagt Ostendorff.

Anzeige

POS Tuning

Werden Sie Teil der Retail Revolution!

Erleben Sie, wie unsere Produktneuheiten Handlungsabläufe in Industrie, Logistik und Handel visionär verändern werden.
Mehr erfahren...

Viel gelesen in Hersteller

Produkt des Jahres 2023

Neue Produkte

Top Themen Marketingjahr 2023

Nachhaltigkeit

Sortiment

Personalien Hersteller

Im Gespräch - Hersteller

Warenkunden

LP.economy - Internationale Nachrichten