Brauerei investiert Warsteiner baut Windrad für die Hälfte des Strombedarfs

Die Warsteiner Brauerei errichtet bis 2027 eine Windkraftanlage in Warstein in Nordrhein-Westfalen. Sie soll mindestens die Hälfte des Strombedarfs des Standortes decken. Die Brauerei will sich damit unabhängiger von fossilen Energieträgern und schwankenden Energiemärkten machen.

Freitag, 30. Januar 2026, 11:39 Uhr
Thomas Klaus
So soll es aussehen: Die KI-generierte Aufnahme wirft einen Blick in die Zukunft der Energieversorgung am Standort in Warstein. Bildquelle: Warsteiner/Haus Cramer//KI-generiert

Die Warsteiner Brauerei will zwischen Mai 2026 und Juni 2027 eine Windkraftanlage am Brauereistandort in Warstein errichten. Das Windrad soll künftig mindestens die Hälfte des Strombedarfs der Brauerei decken, teilte das Unternehmen mit. Überschüssiger Strom soll in die lokale Energieversorgung fließen.

Zweiter Standort mit Windenergie-Nutzung

Warstein ist der zweite Standort der Haus Cramer Gruppe, der Windenergie nutzt. Die ebenfalls zur Gruppe gehörende Paderborner Brauerei deckt nach Angaben des Unternehmens bereits seit 2012 rund 40 Prozent ihres jährlichen Strombedarfs aus einer Windkraftanlage auf dem eigenen Gelände. Sie sei damit die erste Brauerei in Deutschland gewesen, die diesen Schritt gegangen ist.

Mit der eigenen Anlage will sich die Brauerei unabhängiger von fossilen Energieträgern und schwankenden Energiemärkten machen. Lokale Unternehmen, Dienstleister und Zulieferer sollen in das Projekt eingebunden werden, während die Stadt Warstein von zusätzlichen Steuereinnahmen profitiere. Die Anlage wird den Angaben zufolge im bestehenden Industriegebiet errichtet.

Catharina Cramer setzt auf Nachhaltigkeit

„Mit der Investition in die Windenergieanlage setzen wir ein klares Zeichen für Nachhaltigkeit und Verantwortung, nicht zuletzt auch für die kommenden Generationen“, sagte Inhaberin Catharina Cramer. Als familiengeführtes Unternehmen in der neunten Generation sei es wichtig, innovative Wege zu gehen und die Wurzeln in der Region zu stärken. Die Anlage sei mehr als nur eine Finanzinvestition. Bei ihr handele es sich um einen Beitrag zu einer nachhaltigen Zukunft, und das gerade in gesamtwirtschaftlich und politisch herausfordernden Zeiten. Die Planungssicherheit bei den Energiekosten komme auch den Konsumenten zugute.

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