Non-Food-Discounter Mäc-Geiz stellt Insolvenzantrag in Eigenverwaltung

Der Discounter Mäc-Geiz hat beim Amtsgericht Halle einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt. Die gut 180 Filialen bleiben vorerst geöffnet, doch das Unternehmen plant Schließungen. Erst kürzlich hatte die Kette den Besitzer gewechselt.

Dienstag, 12. Mai 2026, 12:24 Uhr
Manuel Glasfort (mit dpa)
Mäc-Geiz ist vor allem in Ostdeutschland präsent. Bildquelle: Getty Images

Der Non-Food-Discounter Mäc-Geiz hat einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung beim Amtsgericht Halle gestellt. Dies wurde auf der amtlichen Internetseite Insolvenzbekanntmachungen.de mitgeteilt. Betroffen ist auch die für die Verwaltung zuständige MTH Retail Services (Germany). Zum vorläufigen Sachwalter bestellte das Gericht den Rechtsanwalt Lucas Flöther.

Der Geschäftsbetrieb in den gut 180 Filialen läuft vorerst weiter. Das Unternehmen kündigte jedoch Filialschließungen an. Sämtliche Standorte sollen hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen Situation und Profitabilität überprüft werden, teilte Mäc-Geiz mit. Welche Standorte betroffen sein werden, ist noch unklar. Die knapp 1.200 Beschäftigten erhalten den Angaben zufolge für drei Monate Insolvenzgeld. Zuvor hatte die „Wirtschaftswoche“ berichtet. 

Mäc-Geiz begründete den Insolvenzantrag mit der anhaltenden Konsumzurückhaltung der Verbraucher, steigenden Lebenshaltungskosten sowie wirtschaftlichen Unsicherheiten. Ein weiterer Grund sei die Kündigung der Warenkreditversicherung, hieß es aus dem Umfeld des Unternehmens.

Kodi Beteiligungs übernahm die Kette

Der Discounter hatte erst kürzlich den Besitzer gewechselt. Die Kodi Beteiligungs GmbH, zu der auch der Discounter Kodi gehört, übernahm die Kette. Bisheriger Gesellschafter war die MTH Retail Group mit Sitz in Österreich. Beide Markennamen sollen bestehen bleiben.

Mäc-Geiz hat seinen Sitz in Landsberg in Sachsen-Anhalt. Die Filialen befinden sich überwiegend in Ostdeutschland. Das Unternehmen verkauft Produkte des täglichen Bedarfs wie Haushaltswaren und Drogerieartikel sowie Schreibwaren. Die Kette konkurriert unter anderem mit Händlern wie Action, Tedi und Woolworth. Der Einzelhändler Kodi betreibt 150 Filialen in westdeutschen Bundesländern, die meisten in Nordrhein-Westfalen.

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