Nonfood-Discounter Kodi übernimmt Mäc Geiz

Der Einzelhändler Kodi kauft die Discountkette Mäc Geiz. Beide Unternehmen wollen ihre Marken behalten und vor allem den Einkauf verzahnen. Kodi hatte im vergangenen Jahr noch selbst eine Insolvenz durchlaufen.

Freitag, 27. Februar 2026, 14:48 Uhr
Manuel Glasfort (mit dpa)
Kodi ist im Westen Deutschlands beheimatet und betreibt die meisten seiner Filialen in Nordrhein-Westfalen. Bildquelle: Manuel Glasfort

Der Non-Food-Discounter Mäc Geiz wechselt den Besitzer. Die Kodi Beteiligungs GmbH übernimmt die Kette, wie das Unternehmen auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Die Kaufverträge sind bereits unterzeichnet. Der Abschluss wird in den kommenden Wochen erwartet. Zum Kaufpreis äußerte sich Kodi-Geschäftsführer Fabian Grund nicht. 

Der Einzelhändler Kodi hat seinen Firmensitz in Oberhausen und erst im vergangenen Jahr eine Insolvenz durchgemacht. Das Unternehmen betreibt 150 Filialen in westdeutschen Bundesländern, die meisten in Nordrhein-Westfalen. Mäc Geiz ist in Landsberg in Sachsen-Anhalt beheimatet. Die rund 200 Standorte befinden sich überwiegend im Osten. Beide Markennamen sollen bestehen bleiben, wie das Unternehmen mitteilte.

Kodi und Mäc Geiz beschäftigen nach eigenen Angaben jeweils etwa 1.200 Beschäftigte. Die Handelsketten verkaufen Produkte des täglichen Bedarfs wie Haushaltswaren und Drogerieartikel sowie Schreibwaren. Sie konkurrieren unter anderem mit Nonfood-Händlern wie Action, Tedi und Woolworth.

Kodi will Einkauf enger verzahnen

Ziel der Zusammenarbeit sei es, die Stärken beider Unternehmen zu bündeln und gemeinsame Strukturen zu nutzen, sagte Kodi-Geschäftsführer Grund laut der Mitteilung. Vor allem der Einkauf soll enger verzahnt werden. Bisheriger Gesellschafter der Mäc Geiz Handelsgesellschaft war die MTH Retail Group mit Sitz in Österreich. Den Angaben zufolge verkauft sie ihre Anteile und steigt im Gegenzug als Minderheitsgesellschafterin bei der Kodi Beteiligungs ein.

Das Filialnetz von Kodi schrumpfte im vergangenen Jahr infolge einer Insolvenz von 230 auf 150 Standorte. Der Name der Kette setzt sich aus dem Gründernamen Koch und Discount zusammen. Die erste Filiale eröffnete 1982 in Düsseldorf, das erste Geschäft von Mäc Geiz 1994 in Halle an der Saale.

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