Die langjährige Geschäftsführerin der Dieter-Schwarz-Stiftung, Silke Lohmiller, ist bei einem Flugzeugabsturz in Namibia ums Leben gekommen. Auch ihr Ehemann Richard und der gemeinsame Sohn Henry starben bei dem Unglück, wie die Stiftung mitteilte. Richard Lohmiller war jahrzehntelang als Manager bei Kaufland tätig, vor seinem Ausscheiden 2019 als Vorstand und Deutschlandchef.
Alle vier Insassen des Kleinflugzeugs kamen bei dem Unglück ums Leben, neben der Familie Lohmiller auch der Pilot. Die Touristen waren nach Angaben der Stiftung am Sonntag mit einer Cessna 210 vom internationalen Flughafen der Hauptstadt Windhuk abgeflogen. Der Kleinflieger hätte demnach etwa eine Stunde später auf der privaten Landebahn einer Lodge in der Gegend Sossusvlei landen sollen, erreichte aber nie sein Ziel. Das Wrack sei am Montagmorgen gefunden worden. Namibische Behörden hätten eine offizielle Untersuchung in die Unfallursache eingeleitet, hieß es weiter.
Silke Lohmiller seit 1984 für Schwarz tätig
Lohmiller arbeitete demnach mehr als vier Jahrzehnte für die Schwarz-Gruppe, zu der die Handelsketten Lidl und Kaufland gehören. Sie trat 1984 in das Unternehmen ein und baute den Tip Werbeverlag auf. 2009 übernahm sie den Bereich Soziales Engagement innerhalb der Unternehmensgruppe.
2015 wechselte Lohmiller in die Geschäftsführung der Dieter-Schwarz-Stiftung. Dort verantwortete sie bis 2025 den Bereich Bildung. In ihre Amtszeit fielen nach Angaben der Stiftung mehrere wichtige Projekte: Die Eröffnung der Experimenta als größtes deutsches Science Center, die Weiterentwicklung der Akademie für Innovative Bildung und Management sowie der Aufbau der Josef-Schwarz-Schule zu einer der größten bilingualen Privatschulen Deutschlands.
„Wir verlieren mit Silke Lohmiller eine herausragende Persönlichkeit und eine engagierte Gestalterin, die die Bildungslandschaft in unserer Region und auch bundesweit nachhaltig geprägt hat“, zitierte die Stiftung ihren Vorsitzenden Geschäftsführer Reinhold Geilsdörfer in der Mitteilung. „Ihr unermüdlicher Einsatz galt stets dem Ziel, allen jungen Menschen Zukunftschancen zu eröffnen.“