Bäckerei-Kette Mecklenburger Backstuben melden Fortschritte bei Sanierung

Das Amtsgericht Neubrandenburg hat den Sanierungsweg des Familienbetriebs bestätigt. Die Geschäftsführung kann nun den Sanierungsplan entwickeln. Ein Team arbeite bereits an neuen Produkten, hieß es.

Mittwoch, 06. Mai 2026, 11:16 Uhr
Manuel Glasfort
Die Mecklenburger Backstuben beschäftigen rund 400 Mitarbeiter am Hauptsitz in Waren an der Müritz und in 52 Filialen (Symbolfoto). Bildquelle: Getty Images

Die Mecklenburger Backstuben haben einen weiteren Schritt in ihrem Sanierungsverfahren vollzogen. Am Montag, 4. Mai, fand am Amtsgericht Neubrandenburg ein Termin statt, bei dem das Gericht den bisherigen Kurs der Neuaufstellung bestätigte, wie das Unternehmen mitteilte. Dabei prüfte das Gericht die Insolvenztabelle, in der die Gläubiger ihre Forderungen angemeldet haben. Zudem bestätigte das Gericht den Sachwalter Christian Graf Brockdorff von der Kanzlei BBL Brockdorff sowie den Gläubigerausschuss in ihrem Amt.

Das Amtsgericht hatte das Verfahren in Eigenverwaltung am 1. März eröffnet. Die Geschäftsführung hatte den Antrag auf gerichtliche Sanierung bereits am 19. November 2025 gestellt. Nach Angaben des Unternehmens war der Schritt nötig geworden, weil der Betrieb durch stark gestiegene Kosten und die allgemeine Kaufzurückhaltung in eine wirtschaftlich angespannte Lage geraten war. Nun kann die Geschäftsführung den gerichtlichen Sanierungsplan entwickeln. Dieser soll in den nächsten Wochen aufgestellt werden.

Der Geschäftsbetrieb läuft den Angaben zufolge uneingeschränkt weiter. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben bereits eine Reihe von Maßnahmen umgesetzt. Dazu zählen Verbesserungen bei der Bündelung von Bestellungen, im Wareneinsatz und bei den Retouren. Einige wenige unrentable Filialen mussten schließen. Die Mitarbeiter werden nun aber fast vollständig in anderen Filialen beschäftigt, wie das Unternehmen mitteilte. Weitere Schließungen seien nicht geplant. Zudem stellte das Unternehmen ein Innovationsteam auf, das an neuen Produkten arbeitet.

Geschäftsführer Neumann zeigt sich zufrieden

„Wir freuen uns sehr, dass wir das Gericht, den Sachwalter und die Gläubiger mit unseren bisherigen Fortschritten überzeugen konnten“, zitierte das Unternehmen Geschäftsführer Günther Neumann in der Mitteilung. Neumann führt das operative Geschäft mit seinen Töchtern fort. Auch der Sachwalter Brockdorff äußerte sich optimistisch: „Die Geschäftsführung und das Team sind enorm engagiert. Die Zusammenarbeit mit den Gläubigern ist durchweg konstruktiv und von beiderseitigem Lösungswillen geprägt“, zitierte das Unternehmen den Sachwalter.

Die Mecklenburger Backstuben beschäftigen rund 400 Mitarbeiter am Hauptsitz in Waren an der Müritz und in 52 Filialen. Das Unternehmen hat seine Ursprünge im Jahr 1981 als Großbäckerei. Seit 2005 ist der Betrieb vollständig familiengeführt. Die Rechtsanwälte Michael Busching und Nils Krause von der Kanzlei Ecovis unterstützen das Unternehmen in allen insolvenzrechtlichen Fragen. Die Beratungsgesellschaft Centuros begleitet den Familienbetrieb kaufmännisch.

Veranstaltungshinweis

Neue Produkte

Regional-Star 2025 - Die Nominierten