Die Gewerkschaft Verdi fordert für die rund 90.000 Beschäftigten im Hamburger Einzel- und Versandhandel 7 Prozent mehr Lohn. Mindestens sollen die Gehälter um 225 Euro steigen, wie die Gewerkschaft mitteilte. Die erste Verhandlungsrunde mit den Arbeitgebern beginnt am 24. April.
Die Tarifkommission beschloss zudem, für die unteren Beschäftigtengruppen ein „rentenfestes Mindesteinkommen“ von 14,90 Euro pro Stunde zu fordern. Die Ausbildungsvergütung soll den Forderungen zufolge um 150 Euro steigen. Der neue Tarifvertrag soll eine Laufzeit von zwölf Monaten haben.
Umfragen der Gewerkschaft hätten gezeigt, „dass steigende Einkommen dringend erforderlich sind, wenn der Handel Personal halten und gewinnen will“, zitierte Verdi die Verhandlungsführerin für den Handel in Hamburg, Heike Lattekamp, in der Mitteilung. Steigende Lebenshaltungskosten sorgten dafür, dass die Beschäftigten kaum noch frei verfügbares Einkommen hätten.
„Damit können sie weder für die Rente vorsorgen, wichtige Anschaffungen tätigen oder sich Gesundheitsvorsorge leisten“, sagte Lattekamp laut der Mitteilung. In Hamburg sind rund 90.000 Menschen sozialversicherungspflichtig im Einzel- und Versandhandel beschäftigt.
