ECC-Studie Nonfood-Discounter vor allem bei Jüngeren immer beliebter

Der aktuelle „Trend-Check Handel“ des ECC Köln belegt: Nonfood-Discounter sind immer stärker im Alltag der Konsumenten verankert. Der wachsende Besuch führt in vielen Warengruppen zu Kaufverlagerungen zu Lasten des Fachhandels, während die Anbieter selbst zunehmend durch Asia-Plattformen wie zum Beispiel Temu und Shein unter Druck geraten.

Donnerstag, 30. April 2026, 13:51 Uhr
Thomas Klaus
Fest im Alltag der Konsumenten verankert: KiK erreicht mit 95 Prozent die höchste Bekanntheit. Bildquelle: Kik

Die Bekanntheit und Reichweite der Nonfood-Discounter ist insgesamt hoch; sie sind fest im Alltag vieler Konsumenten verankert. Das sind Erkenntnisse aus dem „Trend Check Handel“ des ECC Köln, welches zum Kölner Handelsforschungsinstitut IFH gehört. Demnach geben 23 Prozent der Verbraucher an, sie hätten in den vergangenen zwei Jahren vermehrt bei Nonfood-Discountern eingekauft.

Kik mit höchster Bekanntheit

Besonders deutlich zeigt sich dieser Trend bei den 18- bis 29-Jährigen: 45 Prozent dieser Zielgruppe zog es in den letzten zwei Jahren zunehmend zu den preisorientierten Anbietern. 27 Prozent der bisherigen Nicht-Käufer kann sich vorstellen, künftig dort einzukaufen. 

Kik erreicht mit 95 Prozent die höchste Bekanntheit (Jüngere: 80 Przent), gefolgt von Tedi und Woolworth. Bereits 65 Prozent der Konsumenten haben bei Kik und Tedi eingekauft. Besonders die jüngere Zielgruppe nutzt vor allem Tedi und Action (je 64 Prozent), während Woolworth und Kik in dieser Zielgruppe an Reichweite verlieren.  

Produktseitig dominieren Dekoartikel (57 Prozent), Schreib- und Spielwaren (54 Prozent) sowie Haushaltswaren (44 Prozent). Jüngere Käufer greifen zudem überdurchschnittlich häufig zu DIY-Produkten (57 Prozent).

Besuch in der Innenstadt erscheint zunehmend überflüssig

Der steigende Besuch von Nonfood-Discountern wirkt sich spürbar auf andere Einkaufsorte aus. 38 Prozent der Konsumenten geben an, dass der Einkauf im Nonfood-Discounter den Besuch in der Innenstadt ersetzt - bei den Jüngeren sogar 55 Prozent. Auch der Fachhandel gerät zunehmend unter Druck: Vor allem in den Sortimenten DIY, Saisonware, Dekoration sowie Schreib- und Spielwaren verlagern Konsumenten ihre Einkäufe. Nonfood-Discounter stellen hier oftmals schon einen vollwertigen Ersatz zum Fachhandel dar. 

Gleichzeitig nimmt der Wettbewerbsdruck auch für die Nonfood-Discounter selbst zu. So geben 23 Prozent der Konsumenten an, Produkte, die zuvor bei Nonfood-Discountern gekauft wurden, inzwischen verstärkt über Asia-Plattformen wie etwa Temu zu beziehen.

Das ECC Köln befragte im März 497 Konsumenten repräsentativ.

Veranstaltungshinweis

Neue Produkte

Regional-Star 2025 - Die Nominierten