Deutschlands größte Molkereigenossenschaft DMK Group hat ihren Umsatz im Geschäftsjahr 2025 auf 5,3 Milliarden Euro gesteigert, nach 5,1 Milliarden Euro im Vorjahr. Das Nettoergebnis lag den vorläufigen Zahlen zufolge bei 24,0 Millionen Euro und damit leicht unter dem Vorjahreswert von 24,6 Millionen Euro, wie das Unternehmen mitteilte.
Die Eigenkapitalquote verbesserte sich laut der Mitteilung von 35,4 Prozent auf 37,9 Prozent. Beide Kennzahlen – Eigenkapitalquote und Nettoergebnis – hätten über den Planwerten gelegen. Den durchschnittlichen Auszahlungspreis für das Jahr 2025 bezifferte DMK inklusive Zuschlägen auf 51,4 Cent pro Kilogramm. Im Vorjahr hatte dieser noch bei 47,34 Cent pro Kilogramm gelegen. Das Unternehmen bezeichnete sich damit als einen der Spitzenauszahler im Branchenvergleich. Zudem habe DMK im vergangenen Jahr neue Genossenschaftsmitglieder hinzugewonnen.
Im Geschäftsjahr 2025 investierte das Bremer Unternehmen nach eigenen Angaben unter anderem in ein neues Naturkäselager im niederländischen Hoogeveen sowie in den Ausbau der Kapazitäten an den Standorten Edewecht und Altentreptow. Darüber hinaus verschärfte DMK seine Klimaziele: Bis 2030 sollen die sogenannten Scope-3-Emissionen um 25 Prozent sinken, die Scope-1- und Scope-2-Emissionen um insgesamt 42 Prozent. „Unsere starke Leistung zeigt, dass unsere Strategie 2030 ein tragfähiges Fundament für unseren Weg war und ist“, zitierte das Unternehmen seinen CEO Ingo Müller in der Mitteilung.
DMK erwartet anspruchsvolles Marktumfeld – und plant Fusion mit Arla
Für das laufende Geschäftsjahr 2026 erwartet DMK ein weiterhin anspruchsvolles Marktumfeld. Ein hohes Milchaufkommen in den wichtigsten Erzeugerregionen führe zu einer starken Auslastung der Verarbeitungskapazitäten und sorge insbesondere zu Jahresbeginn für Druck auf die Rohstoffmärkte. Gleichzeitig zeigten sich bei zentralen Milchprodukten erste Stabilisierungstendenzen, getragen von einer robusten Nachfrage im europäischen Binnenmarkt. Geopolitische Unsicherheiten und hohe Produktionsmengen könnten den Angaben zufolge jedoch für anhaltende Volatilität sorgen.
Im Mittelpunkt des Jahres 2026 steht für DMK die geplante Fusion mit der dänischen Molkereigenossenschaft Arla. Die genossenschaftlichen Vertretungsgremien beider Unternehmen hatten die Fusionspläne im Juni 2025 mit großer Mehrheit bestätigt. Derzeit durchlaufe der Zusammenschluss die behördliche Prüfung, die voraussichtlich in der ersten Jahreshälfte 2026 abgeschlossen sein werde, teilte DMK mit. „Die geplante Fusion mit Arla wird 2026 eines unserer zentralen Themen sein – ein bedeutender Prozess, der uns alle prägt und den wir mit Verantwortung, Weitblick und großer Zuversicht gestalten“, so Müller laut der Mitteilung.