Der Nahrungsmittelhersteller Dr. Oetker hat im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von 4,3 Milliarden Euro erwirtschaftet. Bereinigt um Wechselkurseffekte wuchsen die Erlöse um 3 Prozent, wie das Unternehmen mitteilte. Die Investitionen beliefen sich auf 174 Millionen Euro. Angaben zum Gewinn machte das Familienunternehmen nicht.
Das Unternehmen sah sich im vergangenen Jahr mit erheblichen wirtschaftlichen Herausforderungen konfrontiert. Insbesondere die Zollpolitik der Vereinigten Staaten führte nach Oetkers Angaben zu Verwerfungen auf globalen Märkten. Auch der Konflikt in der Ukraine und die Spannungen im Nahen Osten belasteten die Geschäftsentwicklung. „Vor dem Hintergrund der geopolitischen Lage und den damit verbundenen volatilen Märkten, ist es uns gelungen, ein stabiles Ergebnis zu erzielen“, zitierte das Unternehmen Carl Oetker, Vorsitzenden der Internationalen Geschäftsführung, in der Mitteilung.
Ausgeprägte Wechselkurseffekte belasteten das Gesamtergebnis, insbesondere in Osteuropa und Amerika. Die türkische Lira, der kanadische Dollar und der mexikanische Peso werteten ab. In Deutschland erzielte Dr. Oetker einen Umsatz auf Vorjahresniveau. Die Region Westeuropa verzeichnete leichte Zuwächse, vor allem bei Pizza. Osteuropa wuchs deutlich, getragen von der Entwicklung in der Türkei und Polen.
In Amerika führten schwächere Währungen sowie ein schwieriges Umfeld im Backdekor-Geschäft zu Belastungen. Zusätzlich wirkten sich Zölle, Konsumzurückhaltung und Auslistungen negativ aus. Kanada blieb nach einem Umsatzrekord im Vorjahr in einem rückläufigen Pizzamarkt unter dem Vorjahresniveau. Mexiko und Brasilien erzielten ein starkes organisches Wachstum, das jedoch durch Wechselkurseffekte gedämpft wurde. Insgesamt blieben die Umsätze in der Region Amerika stabil.
Coppenrath & Wiese steigert Umsatz leicht
Die Tochter Conditorei Coppenrath & Wiese verzeichnete im Jahr 2025 einen leichten Umsatzanstieg. Dies führte das Unternehmen im Wesentlichen auf das erfolgreiche Geschäft mit Tiefkühlbrötchen und die Wiederaufnahme von im Vorjahr reduzierten Listungen bei einem wichtigen Handelspartner zurück. Während im Marken- und Handelsmarkengeschäft in Deutschland deutliche Umsatzzuwächse erzielt wurden, war das Exportgeschäft durch die Zollpolitik in den USA und die allgemeine Konsumzurückhaltung belastet.
Die Zahl der Beschäftigten im Geschäftsbereich Nahrungsmittel stieg leicht auf 16.784 Vollzeitäquivalente, nach 16.599 im Vorjahr. In Deutschland waren 7.275 Mitarbeiter tätig, an den ausländischen Standorten 9.509. Für das Jahr 2026 planen Dr. Oetker und Coppenrath & Wiese Investitionen auf hohem Niveau, wie das Unternehmen mitteilte. Diese sollen insbesondere den Bereichen Innovationen, Nachhaltigkeit und Digitalisierung zugutekommen.