Nachhaltige Verpackung Transgourmet ersetzt Styropor durch Holzfaser-Box beim Fischtransport

Der Lebensmittelgroßhändler Transgourmet stellt den Frischfischtransport auf eine neue Verpackung aus Holzfrischfaser und Industriehanf um. Die Box lässt sich über das Altpapier recyceln und spart laut Unternehmen bis zu 50 Prozent Lagerplatz. Der Hersteller Papacks plant bereits eine eigene Fabrik für das Produkt.

Dienstag, 19. Mai 2026, 12:34 Uhr
Manuel Glasfort
Solche Transportboxen aus Holzfrischfaser und Industriehanf will Transgourmet zum Fischtransport nutzen. Bildquelle: Transgourmet

Der Lebensmittelgroßhändler Transgourmet stellt den Frischfischtransport in seiner Seafood-Sparte um: Statt der bisher üblichen Styroporverpackungen soll künftig eine Transportbox aus Holzfrischfaser und Industriehanf zum Einsatz kommen. Die Umstellung erfolge schrittweise, teilte das Unternehmen mit.

Die neue Box bestehe aus nachwachsenden Rohstoffen und lasse sich nach Gebrauch über die Altpapierentsorgung recyceln, so Transgourmet. Eine separate Rückführung der Verpackung entfalle damit. Zudem seien die leeren Boxen ineinander stapelbar, was den Lager- und Transportbedarf nach Unternehmensangaben um bis zu 50 Prozent verringere. In puncto Stabilität, Wasserbeständigkeit und Hygiene erfülle die Verpackung die gleichen Anforderungen wie die bisherige Styroporlösung.

„Schritt auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit“

Entwickelt hat die Box das Unternehmen Papacks. Dessen Chef Tahsin Dag erklärte: „An unserem Standort in Deutschland sind wir bereit, für den erheblichen Bedarf eine zusätzliche Fabrik allein für dieses Produkt aufzubauen, um es der gesamten Branche zur Verfügung zu stellen.“ Transgourmet-Seafood-Geschäftsleiter Thierry Stauffenegger bezeichnete die neue Transportbox als „einen weiteren Schritt auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit“.

Transgourmet will nach eigenen Angaben auch andere Marktteilnehmer für die neue Verpackung gewinnen. Eine erste Präsentation auf der Fachmesse Fish International habe bereits Interesse geweckt – unter anderem bei Fachbesuchern aus den Niederlanden, Italien und Skandinavien, wie das Unternehmen mitteilte.

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