Rohstoffengpässe Krieg im Iran gefährdet die Versorgung mit Kunststoffverpackungen

Der Krieg im Iran treibt die Preise für erdölbasierte Rohstoffe in die Höhe und sorgt für Lieferausfälle. Hersteller von Kunststoffverpackungen und Folien geraten dadurch unter Druck. Auch die Lebensmittelbranche könnte die Folgen bald spüren.

Mittwoch, 01. April 2026, 13:26 Uhr
Theresa Kalmer (mit dpa)
Wegen des Iran-Kriegs geraten Hersteller von Kunststoffverpackungen in Bedrängnis: Rohstoffe fehlen, Preise steigen - Betriebe sehen ihre Existenz bedroht. Bildquelle: Getty Images

Die Hersteller von Kunststoffverpackungen und Folien in Deutschland leiden nach eigenen Angaben unter massiven Engpässen bei erdölbasierten Rohstoffen. Grund dafür ist der Krieg im Iran, wie die Industrievereinigung Kunststoffverpackungen mitteilte.

Viele Lieferanten verwiesen auf die militärische Eskalation im Nahen Osten und beriefen sich auf höhere Gewalt, so der Branchenverband. Sie lieferten entweder gar nicht mehr oder nur noch zu deutlich erhöhten Preisen. Die Versorgungssicherheit und Lieferfähigkeit der überwiegend mittelständischen Betriebe sei dadurch gefährdet.

Die steigenden Rohstoffpreise treffen die Branche besonders hart, weil nur wenige Unternehmen die Mehrkosten an ihre Kunden weitergeben können. Das ergab den Angaben zufolge eine Umfrage des Verbands. Die Kombination aus Lieferausfällen und Preissprüngen bringe viele Betriebe an ihre Belastungsgrenze.

Für den Lebensmittelhandel könnte die Entwicklung spürbare Folgen haben: Kunststoffverpackungen und Folien gehören zu den wichtigsten Verpackungsmaterialien für Lebensmittel. Wenn die Hersteller dieser Verpackungen ihre Produktion nicht aufrechterhalten können oder höhere Kosten weitergeben müssen, dürfte sich das auf die gesamte Lieferkette auswirken.

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