Preisanpassung im Februar Tchibo erhöht Kaffeepreise um bis zu einen Euro

Tchibo verteuert ab Mitte Februar seine Kaffeebohnen um bis zu einen Euro je Pfund. Der Rohkaffeepreis hat sich binnen zwei Jahren fast verdoppelt. Das Hamburger Unternehmen gilt als Signalgeber für die gesamte Branche.

Montag, 02. Februar 2026, 13:08 Uhr
Theresa Kalmer (mit dpa)
Die Preise von Tchibo-Kaffee sollen pro halbem Kilo um bis zu einem Euro steigen. Bildquelle: Getty Images

Tchibo erhöht ab Mitte Februar die Kaffeepreise. Je Pfund (500 Gramm) verteuert das Hamburger Handelsunternehmen die Bohnen um bis zu einen Euro, wie Tchibo mitteilte. Die Preiserhöhung tritt am 16. Februar in Kraft. „In einem weiterhin angespannten Markt sind die Verkaufspreise für Kaffee im vergangenen Jahr deutlich angestiegen“, zitierte das Unternehmen einen Sprecher in der Mitteilung.

Tchibo hatte die Preise zuletzt vor rund einem Jahr angehoben. Im Februar 2025 verteuerte das Unternehmen den Kaffee um 50 Cent bis einen Euro je Pfund. Laut dem Marktbericht der Internationalen Kaffee-Organisation lag der durchschnittliche Preis für ein Pfund Rohkaffee im Dezember 2025 bei ungefähr drei Dollar je US-Pfund (2,52 Euro je 454 Gramm) . Im Dezember 2023 lag der Preis noch zwischen 1,6 und 1,8 Dollar je US-Pfund. Allein im Jahr 2024 stiegen die Rohkaffeepreise um rund 70 Prozent.

Tchibo setzt Preissignale für die Branche

Tchibo äußert sich offener über seine Preisgestaltung als andere Unternehmen und gilt als Signalgeber in der Branche. Das Unternehmen verkauft seine Produkte in eigenen Filialen, auf Flächen in Supermärkten und online direkt an Verbraucher und kann deshalb Endpreise festlegen. Viele andere Kaffeehändler liefern ihre Produkte an den Lebensmitteleinzelhandel, der die Endpreise festlegt.

Für das Geschäftsjahr 2025 rechnet Tchibo mit einem niedrigeren Ergebnis als im Vorjahr. Als Grund nannte das Unternehmen schwankende Preise für Rohkaffee. Im Geschäftsjahr 2024 hatte der Konzern den Umsatz um 6 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro gesteigert. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern wuchs von 68 auf 167 Millionen Euro.

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