Konsumgüterkonzern Tchibo erwartet trotz Umsatzplus weniger Gewinn

Der Hamburger Konsumgüterkonzern Tchibo rechnet für 2025 mit einem schwächeren Ergebnis als im Vorjahr. Grund sind schwankende Rohkaffeepreise. 2024 steigerte das Unternehmen seinen Umsatz um 6 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro.

Donnerstag, 21. August 2025, 12:17 Uhr
Theresa Kalmer
Strukturänderung: Tchibo möchte sich wieder verstärkt auf das Kaffeegeschäft als Kernkompetenz konzentrieren. Bildquelle: Getty Images

Der Hamburger Konsumgüterkonzern Tchibo rechnet für das laufende Geschäftsjahr 2025 mit einem niedrigeren Ergebnis als im Vorjahr. Als Grund nannte das Unternehmen schwankende Preise für Rohkaffee, also grüne, noch nicht geröstete Kaffeebohnen. Dennoch erwartet Tchibo ein weiteres Umsatzwachstum, wie die Tchibo-Holding Maxingvest mitteilte.

Im Geschäftsjahr 2024 hatte der Konzern den Umsatz um 6 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro gesteigert. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern wuchs von 68 auf 167 Millionen Euro. Zum Ergebnis nach Steuern machte das Unternehmen keine Angaben.

Das Unternehmen verzeichnete nach eigenen Angaben ein Kundenplus im Onlinegeschäft und zunehmende Bestellungen in den Filialen. Auch das zuletzt kriselnde Gebrauchsartikelgeschäft und der Kaffeeabsatz im Ausland entwickelten sich positiv. Zudem wuchs das Out-of-Home-Geschäft mit der Belieferung von Hotels. Konkrete Zahlen zu den einzelnen Geschäftsbereichen nannte Tchibo nicht. Im Geschäftsjahr 2023 hatte das Unternehmen noch ein Umsatzminus von 1 Prozent verbucht.

Zu der positiven Entwicklung haben laut Mitteilung auch Strategie- und Strukturänderungen beigetragen, die das Unternehmen im Sommer 2023 eingeleitet hatte. Tchibo richtete dabei die Sortimente stärker auf die verschiedenen Vertriebskanäle Filiale, Depot und Onlinehandel aus. Gleichzeitig konzentrierte sich der Konzern verstärkt auf das Kaffeegeschäft als Kernkompetenz.

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