Der Verpackungshersteller Alpla hat im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von 5,2 Milliarden Euro erzielt. Das entspricht einem Anstieg gegenüber dem Vorjahr, in dem das Unternehmen 4,9 Milliarden Euro umsetzte, wie Alpla mitteilte. Die Zahl der Mitarbeiter stieg auf rund 25.500, die Anzahl der Standorte auf 206. Angaben zum Gewinn machte das Unternehmen nicht.
Besonders stark entwickelte sich das Geschäft in Nord- und Südamerika sowie im Bereich Extrusionsblasformen, teilte das Unternehmen mit. „Der Markt wächst wieder und wir sind bestens vorbereitet“, zitierte Alpla den Chief Commercial Officer Nicolas Lehner in der Mitteilung. Gleichzeitig stehen die Margen branchenweit unter Druck, was auf gestiegene Kosten und eine schwache Nachfrage zurückzuführen ist, insbesondere in Westeuropa.
Die Recycling-Sparte erlebte nach Angaben des Unternehmens ein durchwachsenes Jahr. Lehner kritisierte in der Mitteilung die Preisproblematik: „Neuware ist um ein Vielfaches günstiger als Recyclingmaterial. Während die Nachfrage sinkt und die Kosten steigen, wächst die Gefahr von minderwertigen Importen aus Drittstaaten.“ Das Unternehmen fordert von der Europäischen Union Gegenmaßnahmen.
Alpla investiert 15 Millionen Euro pro Jahr ins Recycling
Trotz der Herausforderungen will Alpla seine Recyclingaktivitäten ausbauen. Der Anteil an Post-Consumer-Recyclingmaterial soll bis 2030 auf 30 Prozent steigen, teilte das Unternehmen mit. Die Output-Kapazität will Alpla von derzeit 400.000 auf 700.000 Tonnen erweitern. Ab 2026 sollen jährlich 15 Millionen Euro ins Recycling fließen.
Das 1955 gegründete Familienunternehmen kaufte 2025 zudem sechs Standorte des deutschen Verschlussspezialisten KM Packaging und verstärkte damit seine Spritzguss-Division. Die Pharma-Sparte hat sich den Angaben zufolge mit gesteigerter Präsenz am Markt für pharmazeutische Verpackungen etabliert. Alpla produziert an 206 Standorten in 45 Ländern Verpackungssysteme, Flaschen, Verschlüsse und Spritzgussteile für verschiedene Branchen.
