Der Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen rechnet für das laufende Jahr mit einem Wachstum von lediglich 0,7 Prozent im deutschen Großhandel. Dies sei jedoch „näher an Stagnation als an Aufschwung“, sagte sein Präsident Dirk Jandura. Ein Ende der Dauerkrise sieht der Verband nicht.
Eine Umfrage unter 780 Mitgliedsunternehmen aus dem Dezember zeigt nach Angaben des Verbandes, dass mehr als ein Drittel der Großhändler für 2026 mit weiter sinkenden Umsätzen und Erträgen rechnet. Viele Unternehmen hätten ihre Reserven längst aufgebraucht, erklärte Jandura. „Es gibt keinen Puffer mehr, keinen Spielraum für weitere Belastungen“, so der Präsident.
Jandura fordert „klares Signal für Wachstum“
Der Verbandschef kritisierte die bisherigen Maßnahmen der Bundesregierung als wirkungslos für den Mittelstand. „Ohne ein klares Signal für Wachstum und Stabilisierung drohen Insolvenzen und der Verlust von Arbeitsplätzen in zahllosen mittelständischen Betrieben“, warnte Jandura.
Der Verbandspräsident appellierte an die schwarz-rote Bundesregierung, unbequeme Entscheidungen zu treffen. „Haben Sie den Mut, unbequeme Entscheidungen zu treffen – Sie dürfen uns etwas zumuten, Unternehmern wie Arbeitnehmern. Aber verzichten Sie auf Wahlgeschenke. Stoppen Sie die Klientelpolitik“, lautete der Appell.
