41 Prozent der Menschen in Deutschland bereiten Tiefkühlprodukte mit einem Airfryer zu. Dies ergab eine repräsentative Verbraucherbefragung des Marktforschungsinstituts Innofact im Auftrag des Deutschen Tiefkühlinstituts (dti), wie das Institut mitteilte.
Mehr als die Hälfte nutzt mindestens einmal wöchentlich
Die Beliebtheit von Airfryern nimmt deutlich zu. Laut dem Home Electronic Market Index von GfK und gfu Consumer & Home Electronics wurden 2022 in Deutschland 1,5 Millionen dieser Geräte verkauft - 25 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Nach Angaben des Unternehmens Dr. Oetker besitzen bereits 43 Prozent der Deutschen eine Heißluftfritteuse. Mehr als die Hälfte der Nutzer verwendet das Gerät mindestens einmal pro Woche. „Verbraucher wünschen sich leckere Mahlzeiten, die sich unkompliziert und zeitsparend zubereiten lassen und gleichzeitig eine gesunde und ausgewogene Ernährung ermöglichen“, erklärte dti-Geschäftsführerin Sabine Eichner.
Der Backofen bleibt allerdings das am häufigsten genutzte Gerät zur Zubereitung von Tiefkühlprodukten. 84 Prozent der Befragten gaben laut dem TK-Trendbarometer an, Tiefkühlprodukte im Backofen zuzubereiten. Es folgen die Pfanne mit 80 Prozent, der Kochtopf mit 69 Prozent und die Mikrowelle mit 51 Prozent. Die klassische Fritteuse und der Thermomix werden deutlich seltener genutzt.
Tiefkühlhersteller entwickeln Airfryer-Produkte
Die Tiefkühlhersteller reagieren auf den Airfryer-Trend. Auf der Fachmesse Anuga Frozen Food, die am 4. Oktober 2025 in Köln beginnt, präsentieren zahlreiche Unternehmen neue Produkte, die speziell für die Zubereitung im Airfryer entwickelt wurden. „Tiefkühlprodukte sind hoch relevant für eine leckere, frische und bezahlbare Lebensmittelversorgung“, so Eichner. Die Heißluftfritteuse ermöglicht nach Angaben des dti eine fettärmere Zubereitung, da sie mit wenig oder ganz ohne Öl arbeitet.
Der Absatz von Tiefkühlprodukten in Deutschland wächst weiter. Der Pro-Kopf-Verbrauch erreichte im Jahr 2024 mit 50 Kilogramm einen neuen Höchstwert, informierte das dti. Der Gesamtabsatz lag den Angaben zufolge bei über vier Millionen Tonnen und stieg damit im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 2 Prozent. Zu den meistgekauften Tiefkühlprodukten zählen nach Institutsangaben Gemüse und Kräuter, Kartoffelprodukte, Pizza und Fisch.