Generationenwechsel einleiten Demeter gründet Netzwerk für junge Biodynamiker

Der Demeter-Verband hat ein neues Netzwerk für junge Menschen in der biodynamischen Landwirtschaft ins Leben gerufen. „Junges Demeter“ richtet sich an Personen bis 40 Jahre und zählt bereits 53 Gründungsmitglieder. Ziel: Die jüngere Generation soll mehr Einfluss im Verband bekommen.

Montag, 23. Juni 2025, 11:54 Uhr
Thomas Klaus
Neues Netzwerk: Nancy Schacht, Pola Krenkel, Susanne Witt und Dorothea Schmidt gehörten zu den Mitgründern. Bildquelle: Demeter

Der Demeter-Verband hat ein neues Netzwerk für junge Menschen in der biodynamischen Land- und Lebensmittelwirtschaft gegründet. Das Netzwerk „Junges Demeter“ wurde auf dem Wassergut Canitz in Sachsen gegründet.

Personen bis 40 Jahre als Zielgruppe

Die Plattform wendet sich an Personen bis 40 Jahre, die Demeter-Produkte erzeugen, verarbeiten oder handeln oder sich in Ausbildung befinden. Dem Netzwerk gehören laut Mitteilung bereits 53 Gründungsmitglieder aus ganz Deutschland an. Das Netzwerk soll Ideen und gegenseitige Unterstützung fördern sowie der jüngeren Generation mehr Einfluss im Verband verschaffen.

„Es freut mich sehr, dass sich mit dem Netzwerk nun ein Raum im Demeter-Verband für uns junge Menschen und Betriebsleitende eröffnet“, so die Demeter-Landwirtin Pola Krenkel. 

Zukunftsfragen trotz 100-jähriger Geschichte beantworten

Dorothea Schmidt, eine der Koordinatorinnen des Netzwerks, betont: Es sei notwendig, die Zukunft der biodynamischen Landwirtschaft gemeinsam mit der nächsten Generation zu gestalten: „Wir haben eine über 100-jährige Geschichte und reiche Tradition. Das ist wertvoll. Dennoch müssen die entscheidenden Fragen zur Zukunft und Ausrichtung der biodynamischen Land- und Lebensmittelwirtschaft jetzt beantwortet werden“.

Demeter will regionalen Ausbau des Netzwerkes

Demeter plant einen regionalen Ausbau vom „Jungen Demeter“. In Norddeutschland besteht bereits ein solches Netzwerk für Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Bremen und Niedersachsen. Susanne Witt, Koordinatorin des norddeutschen Netzwerks, unterstreicht die Bedeutung lokaler Verbindungen: „Verbindung entsteht und lebt vor allem vor Ort – dort, wo Menschen sich auf kurzem Weg persönlich begegnen, direkt austauschen und sich gegenseitig unterstützen“.

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