Getränkehersteller-Bilanz Standortverkauf drückt Berentzen ins Minus

Die Berentzen-Gruppe hat 2024 einen Verlust von 1,25 Millionen Euro verzeichnet. Hauptgrund sind Sondereffekte aus dem Verkauf des Standorts Grünberg. Der Umsatz im Kerngeschäft mit Spirituosen sank um 2,8 Prozent auf rund 112 Millionen Euro.

Donnerstag, 27. März 2025, 10:36 Uhr
Manuel Glasfort
Berentzen begann als Brennerei, hat aber inzwischen neben Spirituosen auch alkoholfreie Getränke und Frischsaftsysteme im Angebot. Bildquelle: Berentzen

Die Berentzen-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2024 einen Verlust in Höhe von 1,25 Millionen Euro verbucht. Im Vorjahr hatte der Getränkehersteller noch einen positives Konzernergebnis von 865.000 Euro erwirtschaftet, wie aus dem Geschäftsbericht des Unternehmens hervorgeht. Für das negative Ergebnis waren vor allem Sondereffekte aus dem Verkauf des Standorts im brandenburgischen Grüneberg verantwortlich, die das Ergebnis mit 4,8 Millionen Euro belasteten.

„Im Geschäftsjahr 2024 waren wir mit einem äußerst herausfordernden Marktumfeld konfrontiert“, erklärte Vorstandschef Oliver Schwegmann in einer Mitteilung des Konzerns aus dem emsländischen Haselünne.

Der Umsatz des Unternehmens sank im Jahr 2024 auf 181,9 Millionen Euro. Dies entspricht einem Rückgang von etwa 2 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 185,7 Millionen Euro. Das bereinigte Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg dagegen um 37 Prozent auf 10,6 Millionen Euro, wie Berentzen bekannt gab. Das Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen erhöhte sich auf 19,3 Millionen Euro.

Rückläufige Umsätze bei Spirituosen und alkoholfreien Getränken

Die schwache Umsatzentwicklung führt der Konzern vorwiegend auf rückläufige Absatzvolumina zurück. Der Umsatz im Kerngeschäft mit Spirituosen sank um 2,8 Prozent auf rund 112 Millionen Euro. Im Geschäft mit alkoholfreien Getränken ging der Umsatz 2024 gegenüber dem Vorjahr um 5,5 Prozent zurück auf rund 41 Millionen Euro. Leicht zulegen konnte das Segment Frischsaftsysteme mit 20,1 Millionen Euro Umsatz, einem Plus von 2,5 Prozent.

Im Segment alkoholfreie Getränke will der Konzern vor allem mit seiner Mate-Marke Mio Mio weiter wachsen. Im Jahresbericht heißt es dazu: „Die Berentzen-Gruppe sieht dabei, insbesondere durch die Markteinführung des Dosengebindes, große Absatzchancen sowohl auf den bestehenden Absatzkanälen als auch auf bislang zum Teil noch weniger erschlossenen Absatzkanälen wie Tankstellen, Kiosken, Studentenwerken und Lieferdiensten.“ 

Konzern will Dividende erhöhen

Trotz des negativen Konzernergebnisses will Berentzen die Dividende erhöhen. Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung am 23. Mai 2025 eine Ausschüttung von 0,11 Euro je Aktie vor. Im Vorjahr hatte die Dividende bei 0,09 Euro gelegen. „Dies ist ein starkes Zeichen unserer Zuversicht hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung der Berentzen-Gruppe“, zitierte das Unternehmen Vorstandschef Schwegmann in einer Mitteilung.

Für das laufende Jahr rechnet Berentzen mit einem Umsatz zwischen 180 und 190 Millionen Euro. Durch die Aufgabe des Standorts Grüneberg erwartet das Unternehmen einen negativen Effekt auf den Umsatz zwischen sechs und acht Millionen Euro. Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern soll zwischen zehn und zwölf Millionen Euro liegen.

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