Die Gewerkschaft NGG hat 2.000 Unterschriften gegen die geplante Schließung der Gurkenproduktion am Standort Golßen gesammelt. Der Eigentümer Spreewaldhof hatte Ende Januar angekündigt, die Gurkenproduktion in Golßen einzustellen und auf den Standort Schöneiche zu konzentrieren. Von dieser Entscheidung sind 220 Arbeitsplätze betroffen.
Das Unternehmen schreibt nach eigenen Angaben seit Jahren Verluste. Als Gründe nannte der Spreewaldhof die Corona-Pandemie, den Ukraine-Krieg, gestiegene Kosten und eine rückläufige Marktentwicklung. „Ob in der Bäckerei vor Ort, im Sportverein oder anderen Betrieben der Ernährungsindustrie: Überall gingen die Unterschriftenlisten rum“, so die NGG. „Die Solidarität mit den Beschäftigten und der Region ist riesig!“
Die Gewerkschaft fordert auch die Politik auf, alle verfügbaren Mittel zu nutzen, um die Produktion zu erhalten. „Es geht um Menschen, eine Region und die Spreewaldgurken-Tradition“, teilt die NGG mit.
Der zur französischen Andros Gruppe gehörende Spreewaldhof will die Produktion in diesem Jahr in Golßen noch normal weiterführen. Die betroffenen Mitarbeiter sollen teilweise im Werk Schöneiche weiterbeschäftigt werden. Der Spreewaldhof zählt in Ostdeutschland zu den wichtigsten Anbietern für eingelegte Gurken.
