Die Süßwarenindustrie in Niedersachsen und Bremen erhöht die Löhne ihrer Beschäftigten in zwei Stufen um insgesamt 7,5 Prozent. Der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) und die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) einigten sich am 30. Oktober 2024 in der dritten Verhandlungsrunde auf einen entsprechenden Tarifvertrag, wie der BDSI mitteilte.
Die Entgelte steigen zum 1. Dezember 2024 zunächst um 5 Prozent, mindestens aber um 145 Euro brutto. Eine weitere Erhöhung um 2,5 Prozent folgt am 1. November 2025. Die Beschäftigten erhalten zudem eine Inflationsausgleichsprämie von 950 Euro, Auszubildende bekommen 500 Euro. Teilzeitbeschäftigte erhalten die Prämie anteilig. Die Unternehmen müssen die Prämie spätestens im Dezember 2024 auszahlen.
Der neue Tarifvertrag läuft 22 Monate bis Ende Mai 2026. Für Auszubildende steigt die Vergütung in zwei Stufen: um 100 Euro zum 1. Dezember 2024 und um weitere 50 Euro zum 1. November 2025. Sie erhalten zudem zwei zusätzliche freie Tage zur Vorbereitung auf die Abschlussprüfungen. Die Unternehmen müssen den Auszubildenden drei Monate vor Ausbildungsende mitteilen, ob sie übernommen werden.
Verband: Kompromiss bringt Planungssicherheit
Der Abschluss für Niedersachsen und Bremen folgt ähnlichen Vereinbarungen in anderen Bundesländern. In Bayern, Baden-Württemberg, Hessen sowie Hamburg und Schleswig-Holstein hatten sich die Tarifparteien bereits zuvor auf vergleichbare Lohnsteigerungen geeinigt.
„Beide Tarifpartner mussten deutliche Zugeständnisse machen“, erklärte der Tarifpolitische Geschäftsführer des BDSI, Mario Mundorf, laut der Mitteilung. Die lange Laufzeit bringe den Unternehmen und Beschäftigten in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld Planungssicherheit.
