Tierwohl Özdemir verteidigt Pläne zur Kombihaltung

Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) hat seinen von den Bauern kritisierten Vorschlag zur Kombihaltung von Kühen verteidigt. „Ich finde, wir haben da einen fairen Vorschlag gemacht“, sagte der Minister bei der traditionellen Hauptalmbegehung im oberbayerischen Arzmoosgebiet.

Mittwoch, 02. August 2023 - Hersteller
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Artikelbild Özdemir verteidigt Pläne zur Kombihaltung
Bildquelle: Martin Ku00e4mper, Presseteam

„Wenn es im Detail noch Schwierigkeiten gibt, schauen wir uns das gerne an“, sagte Özdemir. Bei der Kombihaltung müssten Almkühe im Winter in den Stall, sollen dabei aber nach den Plänen künftig mehr Möglichkeit zum Auslauf haben als bisher.

Die Almbauern kritisieren, die geplanten Auflagen aus Berlin gingen teils sogar über den Öko-Standard hinaus. Etwa soll es bestimmte Fristen geben, um zugunsten des Tierwohls einen Auslauf für den Winter zu schaffen. Gerade kleine Betriebe könnten diese Vorgaben nicht erfüllen und müssten aufgeben - mit unabsehbaren Folgen für die Kulturlandschaft mit ihre wertvollen Naturflächen auf den Almen, warnte der Vorsitzende des Almwirtschaftlichen Vereins Oberbayern, Josef Glatz.

„Wenn die Viecher ein Viertel bis halbes Jahr auf der Alm sind und die Freiheit genießen, ist das natürlich wie es natürlicher nicht geht“, rief Glatz unter dem Beifall von mehr als 600 Teilnehmern. Es würden hohe Standards eingehalten, auch wenn die Tiere im Winter im Stall angebunden seien. „Jeder Bauer schaut, dass er ein gesundes Vieh hat“, sagte Glatz mit Blick auf die Tierwohldebatte.

Die bayerische Staatsregierung, bei der Hauptalmbegehung vertreten durch Ministerpräsident Markus Söder (CSU), Wirtschaftsminister Huber Aiwanger (Freie Wähler) und Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (CSU) - stellten sich hinter die Bauern. Kombihaltung müsse weiter möglich sein, betonte Söder. Aiwanger sagte: „Seit Jahrhunderten hat diese Haltung funktioniert.“ Kaniber rief Özemir auf: „Wir erwarten von Ihnen den Kampf für die Kombihaltung.“ Es gehe um tausende Betriebe in Bayern, bei denen die Lichter ausgehen könnten.

Özdemir betonte, er bekenne sich zur Almwirtschaft. „Wenn wir wollen, dass diese Landschaft erhalten wird, dann brauchen wir die Rindviecher.“ Er sehe aber keine Alternative zu einem Ende der Anbindehaltung von Kühen im Stall. „Die Anbindehaltung - die ganzjährige - die wird und die muss auslaufen.“

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