Nordzucker beendet die Zuckerproduktion am slowakischen Standort Trenčianská Teplá nach der Kampagne 2025/26. Das Unternehmen will den Betrieb künftig als Vertriebs- und Logistikzentrum weiterführen, wie es mitteilte. Etwa die Hälfte der Mitarbeiter am Standort verliert den Arbeitsplatz.
Das Unternehmen begründet den Schritt mit einer seit längerer Zeit rückläufigen Profitabilität der Rübenzuckerproduktion in Trenčianská Teplá. Nach eigenen Angaben haben sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Zuckerherstellung am Standort in den vergangenen Jahren zunehmend verschlechtert. Klimatische Herausforderungen, Schädlingsaufkommen und Pflanzenkrankheiten hätten zu einem Rückgang der verfügbaren Rübenmengen und der Rübenqualität geführt. Zudem seien die Produktionskosten gestiegen. Wachsende Anforderungen zur Dekarbonisierung der Zuckerproduktion sowie begrenzte Möglichkeiten der Effizienzsteigerung hätten die Entwicklung verschärft. Das Unternehmen verwies auf Überkapazitäten und geringe Margen am Zuckermarkt. Nordzucker habe bereits 2025 ein umfassendes Maßnahmenpaket gestartet und dieses 2026 noch ergänzt.
Die Schließung ist Teil der Strategie Fields for Growth, mit der Nordzucker den Konzern in einem volatilen Marktumfeld langfristig profitabel aufstellen will. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben bereits die Zuckerproduktion in Schweden auf das Werk Örtofta konzentriert und die Flüssigzuckerproduktion in Deutschland am Standort Nordstemmen gebündelt. Die Versorgung des Marktes in Südosteuropa bleibe durch das Vertriebs- und Logistikzentrum weiterhin sichergestellt, teilte Nordzucker mit.