Ukraine-Krieg Solidarität kennt keine Grenzen

Seit zwei Wochen herrscht Krieg in der Ukraine. Die Solidarität in der Branche hält weiter an. Verschiedene Unternehmen schließen ihre Geschäfte in Russland und machen mit unterschiedlichen Aktionen und Hilfslieferungen aufmerksam. Ein Überblick.

Donnerstag, 10. März 2022 - Hersteller
Lebensmittel Praxis
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Bildquelle: Laverana

Lavera spendet 35.000 Pflegeprodukte für die Ukraine 

Diese Woche machte sich ein Hilfstransport mit 35.000 Naturkosmetik-Pflegeprodukten von Lavera auf den Weg nach Köln zum Zentrallager der gemeinnützigen Spendenplattform Innatura. Eine direkte Zustellung in die Krisengebiete vor Ort sei aufgrund der sich laufend verändernden Lager sehr schwierig, teilt das Unternehmen Laverana mit. Der LKW-Transport mit den 30 Europaletten wird von der Spedition Köster & Hapke gespendet. 

Claudia Haase, Gesellschafterin von Lavera: „Uns ist es wichtig, in so einer dramatischen Situation schnell und unbürokratisch helfen zu können. Innatura ist durch ein internationales Netzwerk in der Lage, die benötigten Sachspenden an registrierte Einrichtungen schnell und unbürokratisch zu vermitteln und kann damit Hilfslieferungen dorthin versenden, wo sie aktuell am dringendsten benötigt werden.“

Lindt & Sprüngli schließt Schoko-Läden in Russland

Der Schweizer Schokolade-Hersteller Lindt & Sprüngli stellt sein Geschäft in Russland nach anfänglichem Zögern ein. Bei der Bilanzpressekonferenz am Dienstag hatte Firmenchef Dieter Weisskopf solche Forderungen noch zurückgewiesen. Man stelle schließlich Nahrungsmittel, keine Waffen oder Öl her, beschied er. Am Mittwoch kam dann die Kehrtwende: Die Geschäftstätigkeit in Russland sei neu bewertet worden, teilte das Unternehmen mit. Die eigenen Läden würden sofort vorübergehend geschlossen und sämtliche Lieferungen nach Russland eingestellt.

Lindt & Sprüngli betreibt acht Läden in Russland. Das Geschäft mit Russland und der Ukraine mache weniger als ein Prozent des weltweiten Umsatzes aus, hatte Weisskopf am Dienstag gesagt. Der Umsatz betrug im vergangenen Jahr 4,6 Milliarden Franken (4,56 Mrd Euro).

Weleda stellt Lieferung von Produkten nach Russland ein 

Der Arzneimittel- und Naturkosmetikhersteller Weleda stellt die Belieferung ihrer russischen Niederlassung in Moskau bis auf weiteres ein. Zudem hat Weleda in Russland alle Marketingaktivitäten eingestellt. Auch der Online Shop ist ab sofort geschlossen. 

Priorität hat für Weleda die Unterstützung ihrer Mitarbeitenden und der Menschen in der Ukraine. Mit Geld- und Sachleistungen im Wert von insgesamt 100.000 Euro unterstützt Weleda in einem ersten Schritt Organisationen, die jetzt humanitäre Hilfe leisten. In Deutschland hilft Weleda mit gezielten Produktspenden Hebammen, die sich um geflohene Frauen und Familien kümmern.

Nordzucker zeigt Blau-Gelb

Nordzucker zeigt Solidarität mit den vom Krieg betroffenen Menschen in der Ukraine. So werden an den Standorten Teile von Bauwerken in den Landesfarben der Ukraine angeleuchtet oder es weht die ukrainische Flagge neben der nationalen und der Nordzucker-Flagge auf dem Werksgelände.

Außerdem unterstützt das Unternehmen Hilfslieferungen. Nordzucker spendet eine Lkw-Ladung mit etwa 24.000 Ein-Kilogramm-Packungen Zucker an Global Aid Network. Diese Organisation sorgt für die Verteilung an die Flüchtenden aus bzw. in der Ukraine. Die Hilfsorganisation Freie-Ukraine-Braunschweig e.V. erhält 10.000 Euro von Nordzucker zur Finanzierung eines Transports mit medizinischer Hilfe in die betroffenen Gebiete.

In allen Ländern, in denen Nordzucker aktiv ist, ist die Hilfsbereitschaft der Belegschaft sehr groß. Nordzucker Polska S.A. hat beispielsweise ebenfalls 24 Tonnen Zucker gespendet und zusammen mit den Gemeinderäten in Opalenica und Chelmza die Spendenaktion „Geschenk für die Ukraine“ ins Leben gerufen. „Als internationales Unternehmen leben wir kulturelle Vielfalt. Wir verurteilen die kriegerische Aggression in der Ukraine“, sagt CEO Lars Gorissen.

 

 

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