Branchenkonjunktur Kosmetikindustrie trotzt Corona

Weil deutsche Kosmetika im Ausland wieder vermehrt gefragt waren, konnte die deutsche Kosmetikindustrie 2021 ein leichtes Umsatzwachstum verzeichnen. Wegen der gestiegenen Exportnachfrage steigerte die Branche ihren Jahresumsatz 2021 um 1,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 28,1 Milliarden Euro.

Donnerstag, 09. Dezember 2021 - Hersteller
Lebensmittel Praxis
Artikelbild Kosmetikindustrie trotzt Corona
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Allein der Exportumsatz von Schönheits- und Haushaltspflegemitteln stieg um 10,6 Prozent auf 9,4 Milliarden Euro an. Der Hauptgrund dafür ist die deutlich erholte Konsumnachfrage in Ländern wie Frankreich, Italien, Großbritannien oder auch China. In vielen Ländern hatte sich das öffentliche Leben zwischenzeitlich normalisiert. Der Export erreichte aber immer noch nicht das Vorkrisenniveau. „Wir sehen im Außenhandel eine schrittweise Erholung“, sagt IKW-Geschäftsführer Thomas Keiser. „Für 2022 hoffen wir auf Normalisierung. Wir sind zuversichtlich, dass das kommende Jahr wieder das erste normale Jahr werden wird.“

Im Inland hinterließ die Pandemie auch im zweiten Jahr deutliche Spuren. „Auch 2021 war für unsere Unternehmen wieder alles anders“, sagt IKW-Vorsitzender Georg Held. „Wir blicken auf das zweite völlig unnormale Jahr zurück.“ Das Inlandsgeschäft der rund 430 im IKW organisierten Hersteller ging um 3,0 Prozent gegenüber 2020 auf 18,7 Milliarden Euro zurück (2020: 19,3 Milliarden Euro). Bei den Zahlen handelt es sich um eine Hochrechnung auf Basis der Daten aus den ersten drei Quartalen.

Das lange Andauern des Lockdowns in Deutschland im Winter und Frühjahr veränderte die Konsummuster abermals. Umsatzrückgänge im Bereich Schönheitspflege gab es im Jahresvergleich im inländischen Verkauf von dekorativer Kosmetik (minus 7,2 Prozent), Damendüften (minus 5,6 Prozent) und Haarpflegemitteln (minus 2,4 Prozent).

Die Menschen in Deutschland setzten hingegen mehr Geld in Mund- und Zahnpflegemittel um (plus 1,6 Prozent), in Bade- und Duschzusätze (plus 2 Prozent) und Fußpflegemittel (plus 2,7 Prozent). All diese Bereiche verzeichneten Rekordumsätze. „Gefragt war, was das Leben zu Hause behaglich macht“, sagt IKW-Geschäftsführer Thomas Keiser.

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