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Arla Foods Markengeschäft kurbelt Umsatz an

Lebensmittel Praxis | 03. September 2020
Arla Foods: Markengeschäft kurbelt Umsatz an
Bildquelle: Arla Foods

Das erste Halbjahr 2020 war auch bei der europäischen Molkereigenossenschaft Arla geprägt von der Corona-Pandemie. Der Gesamtumsatz des Arla-Konzerns stieg um 2,8 Prozent auf 5,4 Milliarden Euro. Zurückzuführen sei der Anstieg hauptsächlich auf einen höheren Umsatz mit Marken im Einzelhandel, so Arla-CEO Peder Tuborgh (Foto).

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Arlas Markenumsatz stieg mengenbasiert unternehmensweit um 10,4 Prozent. Auch das Deutschlandgeschäft entwickelte sich gut, mit einem Umsatzwachstum im Bereich der Marken von 9,3 Prozent.

„Die Corona-Pandemie ist eine der schwerwiegendsten Krisen, die ich als CEO von Arla erlebt habe“, sagt  Tuborgh. Arla habe schnell auf Veränderungen reagiert, Milch aus dem Gastronomie-Geschäft in den Einzelhandelsbereich umgeleitet und damit die Versorgung mit nachgefragten Produkten aufrechterhalten. „Gleichzeitig hat unser Geschäftsbereich Foodservice & Gastronomie kreative Lösungen gefunden, um seine Kunden zu unterstützen. Das zeigt, wie robust und agil unsere Genossenschaft für unsere Milchbauern tatsächlich ist“, so Tuborgh.

Arla konnte auch seine Rentabilität steigern und einen Nettogewinnanteil von 3 Prozent des Umsatzes erzielen (2,3 Prozent waren es im ersten Halbjahr 2019). Der an die Genossenschaftsmitglieder ausgezahlte Milchpreis sei im ersten Halbjahr 2020 stabil auf einem wettbewerbsfähigen Niveau geblieben.

„Corona hat uns auch in Deutschland einiges abverlangt“, so Markus Mühleisen, Deutschland-Chef von Arla Foods . Rund 1.700 deutsche Genossenschaftsmitglieder liefern ihre Milch an Arla. Durch ein schnelles und effizientes Krisenmanagement sei es gelungen, das Geschäft erfolgreich weiterzuführen und auch die Nachfragespitzen des Einzelhandels besonders im März und April gut zu bedienen. „Zudem haben wir Corona-bedingt Mehrkosten in Kauf genommen, um die deutlich gestiegene Nachfrage unter erschwerten Bedingungen zu bedienen“, betont Mühleisen.

In der zweiten Jahreshälfte liege nun ein stärkerer Fokus auf Neuprodukten, kündigt Arla für Deutschland an. Das Nachhaltigkeits-Engagement sei insbesondere in Bezug auf die Produktverpackungen weiter vorangetrieben worden.

Zudem setzt Arla mit seiner Teilnahme an der Kampagne „Oft länger gut“ des Unternehmens „Too Good To Go“ ein Zeichen gegen Lebensmittelverschwendung in Privathaushalten. In der ersten Jahreshälfte haben zahlreiche Arla Produkte den Hinweis „Oft länger gut“ zusätzlich zum Mindesthaltbarkeitsdatum als Aufdruck erhalten, so etwa alle Arla Skyr Produkte, die Arla Bio frische Weidemilch und zahlreiche Sorten des Frischkäses Arla Buko. Weitere Produkte folgen in den kommenden Monaten.