Nonfood-Discounter Zum Teil Hoffnungsschimmer für die Groschen-Märkte

Gute Nachrichten für den Großteil der Beschäftigten beim Schnäppchenhändler Groschen-Markt: Gespräche mit möglichen Geldgebern stehen laut dem Insolvenzverwalter Olaf Spiekermann kurz vor dem Abschluss. Rund 30 der bestehenden 41 Filialen und die dortigen Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben.

Montag, 30. März 2026, 10:20 Uhr
Thomas Klaus (mit dpa)
Verfahrenseröffnung in Sicht: Das Insolvenzverfahren soll voraussichtlich am 1. April am Amtsgericht Mühlhausen eröffnet werden.  Bildquelle: Getty Images

Groschen-Märkte gibt es vor allem in Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg. Die Non-Food-Kette ist in eine wirtschaftliche Schieflage geraten. Nach Angaben von Insolvenzverwalter Olaf Spiekermann kann eine komplette Insolvenz des Unternehmens aber wohl abgewendet werden. Gespräche mit möglichen Geldgebern stehen ihm zufolge kurz vor dem Abschluss. Rund 30 der bestehenden 41 Filialen und die dortigen Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben. Nach Unternehmensangaben arbeiten 190 Menschen bei dem Unternehmen, rund 170 von ihnen in den Groschen-Markt-Filialen.

Gespräche mit 3 bedeutsamen Investoren

Hinter den Märkten steht die DEC Handelsgesellschaft. Das mehr als 30 Jahre alte Unternehmen mit Sitz im thüringischen Dingelstädt (Landkreis Eichsfeld) hatte Anfang Dezember einen Antrag auf ein Insolvenzverfahren gestellt. Dies soll den Angaben nach voraussichtlich am 1. April am Amtsgericht Mühlhausen eröffnet werden. 

Derzeit gebe es Gespräche mit 3 bedeutsamen Investoren, erklärte eine Spiekermann-Sprecherin. Es könnten jedoch noch keine Markennamen oder Standorte genannt werden. Die Interessenten wollen die Filialen demnach  unter ihrem eigenen Namen fortführen. Erst, wenn das Insolvenzverfahren eröffnet sei  könnten Verträge mit Investoren zum Kauf der Geschäftsbetriebe geschlossen werden. Weil die Geldgeber ihre eigenen Konzepte für die Standorte mitbringen, werde es nach Verfahrenseröffnung im April einen Ausverkauf in den Groschen-Märkten geben. Unter anderem Haushaltswaren, Deko- und Heimwerkerartikel sowie Schreibwaren gehören zum Sortiment. 

Kein Gebot für alle Märkte oder Unternehmensnamen

Da Groschen Markt Mieter sei, bedürfe es für die Zukunftslösung einer jeden Filiale der Zustimmung des jeweiligen Vermieters. Das  erklärte Spiekermann. Ein Gebot für den Erwerb aller Groschen Märkte oder für den Unternehmensnamen sei nicht eingegangen.

Als Grund für die finanzielle Schieflage des Unternehmens wurde im Dezember auf Konsumzurückhaltung bei Verbrauchern und den Strukturwandel im Einzelhandel verwiesen. 

Eigenen Angaben nach hat die DEC Handelsgesellschaft mbH eine Gesamtverkaufsfläche von mehr als 35.000 Quadratmetern. Das Unternehmen bezieht die Waren über rund 240 Lieferanten aus dem In- und Ausland.

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