Schweiz/Deutschland Mövenpick Wein kauft Investment-Anbieter Liquid Grape

Mit der Übernahme des deutschen Wein-Investment-Anbieters Liquid Grape treibt das Schweizer Unternehmen Mövenpick Wein den Umbau seines Geschäftsmodells weiter voran. Die Akquisition sei Teil der strategischen Neuausrichtung unter CEO Nikolas von Haugwitz (Foto), heißt es.

Montag, 09. März 2026, 12:06 Uhr
Thomas Klaus
Mehr als nur Genussobjekte: Weine sind aus Sicht von Nikolas von Haugwitz auch als Investments sehr attraktiv. Bildquelle: Mövenpick Wein

Mövenpick Wein aus der Schweiz übernimmt den deutschen Wein-Investment-Anbieter Liquid Grape. Nach Unternehmensangaben ist dieser Schritt Teil der strategischen Neuausrichtung unter CEO Nikolas von Haugwitz. Er zielt darauf ab, stationären Handel, digitale Dienstleistungen und datenbasierte Investmentlösungen enger zu verzahnen.

Liquid-Grape-Gründer bleiben

Liquid Grape wurde 2019 gegründet und hat sich auf den Erwerb, die Verwaltung und den Handel von Fine Wines als Anlageform spezialisiert. Kunden können über plattformgeschützte Anwendungen ihre Weinsammlungen verwalten und die Wertentwicklung ihrer Wein-Portfolios verfolgen. Ergänzt wird das Angebot durch persönliche Beratung, strukturierte Investmentpakete sowie Handels- und Rückkaufoptionen.

Die Gründer von Liquid Grape, Annie Dörfelt und Henrik Maaß, bleiben an Bord. Sie sind weiterhin für die strategische Weiterentwicklung der Plattform verantwortlich. So will Mövenpick Wein „personelle Kontinuität, höchste Beratungskompetenz und die Pflege persönlicher Kundenbeziehungen“ sichern.

2026 Schlüsseljahr für Weininvestments

Mit der Übernahme reagiert Mövenpick Wein auf tiefgreifende Veränderungen im Weinhandel in der Schweiz und in Deutschland. Edle Weine gelten nicht nur als Genussobjekte, sondern zunehmend als alternative Anlageform mit langfristigem Wertsteigerungspotenzial. 2026 wird in der Fachwelt aufgrund der Markttrends und dem veränderten Käuferverhalten als Schlüsseljahr für Weininvestments gesehen. „Hochwertige Weine sind Sachwerte mit stabiler Entwicklung und können im Vergleich zu klassischen Anlageklassen attraktive Ergebnisse erzielen“, sagt Nikolas von Haugwitz. „Wein bietet als Sachwert aufgrund begrenzter Verfügbarkeiten, sinkendem Angebot durch Konsum und wachsender globaler Nachfrage eine solide Basis für langfristige Investments.“

Digitalisierung trifft Weinkultur

Mit der Integration von Liquid Grape reagiert Mövenpick Wein auf die steigenden Erwartungen einer technologieaffinen Kundschaft. Die Plattform ergänzt das bestehende Portfolio mit datenbasierten Tools und digitalen Nutzererfahrungen, die über reine Beratung und physischen Handel hinausgehen. Durch die Nutzung technologiebasierter Anwendungen und Online-Portfolio-Services soll der Zugang zu Wein-Investments erleichtert werden – vom Erstkontakt über die Portfolio-Analyse bis zur Abwicklung von Handelsprozessen.

„Der Weinmarkt entwickelt sich rasant – mit immer stärkerem Fokus auf Daten, vernetzte Informationsprozesse und neue Anlageformen“, erläutert von Haugwitz. „Mit Liquid Grape erweitern wir unsere digitalen Kompetenzen im Bereich Fine-Wine-Investments und schaffen zusätzliche Mehrwerte für eine anspruchsvolle Kundschaft.“

Weiterer Schritt in der Transformation des Unternehmens

Mövenpick Wein will seine langjährige Expertise im stationären Handel mit zukunftsweisenden Online-Services verbinden, um so ein nahtloses, integriertes Kundenerlebnis zu schaffen. Ziel: Die physische Präsenz wird an über 40 Standorten in der Schweiz und Deutschland mit digitalen Services wie Portfolio-Monitoring, Investment-Reporting und Online-Beratung verknüpft.

Die Akquisition von Liquid Grape stärkt nach Unternehmensdarstellung das bestehende Geschäftsmodell in strategisch relevanten Bereichen und setzt einen weiteren Schritt in der Transformation des Unternehmens: weg von einem primär stationären Anbieter hin zu einem technologiegestützten, vernetzten Akteur im Fine-Wine- und Investmentmarkt.

„Mit Blick auf das Jahr 2026 schaffen wir die Grundlage für ein integriertes Geschäftsmodell, das physische Präsenz, digitale Plattformen und Investmentlösungen systematisch zusammenführt“, so von Haugwitz. „Damit festigen wir unsere Position als innovationsfreundlicher Ansprechpartner für Fine Wines und Weininvestments im DACH (deutschsprachigen)-Raum.“

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