Arbeitnehmer und Arbeitgeber haben sich in der ersten Verhandlungsrunde für einen neuen Entgelttarifvertrag zwischen dem BDSI und der NGG für die tarifgebundenen Beschäftigten der Süßwarenindustrie im Tarifgebiet Hessen noch nicht geeinigt. Die Gespräche sollen am 28. Juli fortgesetzt werden.
Forderungen liegen weit auseinander
Die Eckpunkte des Arbeitgeberangebots: Lineare Erhöhung der Tarifentgelte zum 1. Juni 2026 um 2,0 Prozent für alle Tarifgruppen und Auszubildenden, weitere lineare Erhöhung der Tarifentgelte zum 1. Juni 2027 um 1,6 Prozent für alle Tarifgruppen und Auszubildenden und eine Laufzeit von 24 Monaten bis zum 31. Mai 2028.
Demgegenüber fordert die NGG 5,8 Prozent mehr Entgelt, mindestens jedoch 225 Euro pro Monat, plus 5,8 Prozent mehr Ausbildungsvergütung und das Beibehalten bestehender Regelungen für Auszubildende; damit sind die Freistellungsregelung vor Abschlussprüfungen und eine Ankündigungsfrist vor der Übernahme gemeint.
Der bestehende Entgelttarifvertrag für die Süßwarenindustrie in Hessen ist am 31. Mai 2026 ausgelaufen. Die Tarifgebiete der deutschen Süßwarenindustrie werden traditionell regional verhandelt; die Verhandlungen in weiteren Gebieten laufen teilweise bereits parallel. Die Süßwarenindustrie beschäftigt bundesweit rund 60.000 Menschen in etwa 200 überwiegend mittelständischen Unternehmen und ist damit die viertgrößte Branche der deutschen Ernährungsindustrie.