Die Schwarz-Gruppe hat ihren siebten Nachhaltigkeitsbericht vorgelegt und darin erstmals einen Klimatransitionsplan veröffentlicht. Das Dokument bezieht sich auf das Geschäftsjahr 2025, in dem die Muttergesellschaft von Lidl und Kaufland nach eigenen Angaben einen Gesamtumsatz von 185,6 Milliarden Euro erwirtschaftete.
Im Zentrum des Berichts steht der Ausbau der eigenen Energieversorgung aus erneuerbaren Quellen. Die selbst erzeugte Solarstrommenge stieg den Angaben zufolge im Geschäftsjahr 2025 um 28 Prozent auf mehr als 473.000 Megawattstunden. Die betriebseigenen Emissionen (Scope 1 und 2) habe die Gruppe bereits um 44,1 Prozent gegenüber dem Basisjahr 2019 gesenkt, teilte das Unternehmen mit. Bis 2030 strebt die Schwarz- Gruppe eine Reduktion um 48 Prozent an, bis 2050 will sie nach eigenen Angaben Netto-Null-Emissionen erreichen. Dieses Ziel sei im vergangenen Jahr durch die Science Based Targets Initiative wissenschaftlich validiert worden.
„Gerade in Zeiten geopolitischer Volatilität rücken wir nicht von unseren Nachhaltigkeitszielen ab, sondern setzen unseren Weg kontinuierlich fort“, zitierte das Unternehmen Bereichsvorständin Susanne Marell in der Mitteilung. Der nun erstmals vorgelegte Klimatransitionsplan soll laut der Schwarz-Gruppe als strategisches Instrument dienen, um Geschäftsprozesse angesichts zunehmender Klimarisiken abzusichern.
Schwarz-Gruppe weitet Verpackungsstrategie auf alle Materialien aus
Auch bei der Verpackungsstrategie zog das Unternehmen Bilanz: Die bisherige Plastikstrategie sei Ende 2025 abgeschlossen worden. Dabei habe die Gruppe eine Plastikreduktion von 35,9 Prozent gegenüber 2017 erreicht, bei einem Rezyklateinsatz von 26,1 Prozent. Mit einer Nachfolgestrategie namens „REset Resources“ will die Schwarz-Gruppe ihre Ziele bis 2030 auf alle Verpackungsmaterialien ausweiten. Bei innerbetrieblichen Abfällen erreichte die Gruppe nach eigenen Angaben eine Verwertungsquote von 90,1 Prozent – bis 2030 sollen es 95 Prozent werden.
Die Schwarz-Gruppe beschäftigt laut der Mitteilung rund 604.000 Mitarbeiter und betreibt etwa 14.500 Filialen. Im Geschäftsjahr 2025 habe das Unternehmen weltweit 9.000 neue Arbeitsplätze geschaffen, davon 5.000 in Deutschland. Ein externes ESG-Rating bestätige die Nachhaltigkeitsstrategie der Gruppe, hieß es in der Mitteilung, ohne dass das Unternehmen Details zu dem Rating oder dem bewertenden Anbieter nannte.
