Der Zahlungsdienstleister Adyen hat eine Partnerschaft mit dem Kaffeehersteller Lavazza geschlossen. Die Zusammenarbeit soll das digitale Zahlungsökosystem der Kaffeemarke in internationalen Märkten vereinheitlichen, wie Adyen mitteilte. Zudem soll die Partnerschaft das Wachstum von Geschäftskunden- und Endkunden-E-Commerce sowie Einzelhandelsinitiativen fördern.
Die Kooperation läuft in den USA bereits für Geschäftskundenkanäle und in Großbritannien sowie Australien für Direktvertriebskanäle an Endkunden. Die Zusammenarbeit trägt laut der Mitteilung zur Strategie von Lavazza bei, seine Zahlungsabläufe zu konsolidieren. Das Unternehmen will damit die Komplexität bei der Verwaltung unterschiedlicher Zahlungsmethoden in verschiedenen Ländern verringern, die Sicherheit erhöhen und eine skalierbare Infrastruktur für zukünftiges Wachstum schaffen.
Für die Endkundenkanäle wird der Zahlungsverkehr in Italien in der zweiten Jahreshälfte anlaufen, gefolgt von den USA und Deutschland bis Ende 2026, wie Adyen weiter mitteilte. Für Geschäftskundenkanäle sind die Inbetriebnahmen in Australien, Großbritannien, Frankreich und Dänemark für das vierte Quartal 2026 geplant. Die Expansion soll sich bis ins Jahr 2027 fortsetzen, mit der geplanten Einführung von Geschäftskundenzahlungen in Deutschland und Endkundenzahlungen in Frankreich.
„Der wahre Vorteil einer einheitlichen Plattform liegt nicht nur in der Abwicklung von Transaktionen, sondern darin, das Gesamtbild zu sehen“, zitierte Adyen seinen Chief Commercial Officer Roelant Prins in der Mitteilung. Durch die weltweite Vernetzung seiner Einzelhandels-, E-Commerce- und Geschäftskundenkanäle verwandle Lavazza fragmentierte Daten in einen klaren geschäftlichen Vorteil.
Lavazza wurde 1895 in Turin gegründet und befindet sich seit vier Generationen im Besitz der Familie Lavazza. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben in 140 Märkten vertreten und erzielte einen Umsatz von über 3,9 Milliarden Euro. Zu den Marken der Gruppe gehören Lavazza, Carte Noire, Merrild und Kicking Horse.