Getränkeindustrie Hassia steigert Umsatz auf 363 Millionen Euro

Die Hassia-Gruppe wächst dank ihrer Mineralwasser- und Erfrischungsgetränkemarken. Vita Cola steigt zur Nummer drei im deutschen Cola-Markt auf. Das Fruchtsaftgeschäft hingegen schwächelt.

Montag, 13. April 2026, 13:40 Uhr
Theresa Kalmer
Vielfältiges Portfolio: Die Hassia-Gruppe vereint Mineralwasser, Schorlen, Säfte und Erfrischungsgetränke – darunter Marken wie Bionade und Vita Cola. Bildquelle: Hassia-Gruppe

Die Hassia-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2025 ihren Absatz um 2,8 Prozent auf 950 Millionen Liter gesteigert. Der Umsatz lag bei 363 Millionen Euro, ein Plus von 1,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das teilte der Getränkehersteller aus Bad Vilbel mit. Gleichzeitig verwies das Unternehmen auf anhaltend hohe Energie- und Personalkosten als zentrale Belastungsfaktoren. Angaben zum Gewinn machte das Unternehmen nicht.

Das Familienunternehmen, das seit mehr als 20 Jahren von Dirk Hinkel als geschäftsführendem Gesellschafter geleitet wird, führt das Wachstum nach eigenen Angaben vor allem auf seine Premium-Mineralwassermarken und das Geschäft mit alkoholfreien Erfrischungsgetränken zurück. „Auch in diesem wirtschaftlich herausfordernden Jahr haben wir weiterhin konsequent in unsere Marken investiert, um die Zukunft unseres Familienunternehmens langfristig zu sichern“, zitierte das Unternehmen Hinkel in der Mitteilung. Die Marke Lichtenauer erreichte den Angaben zufolge ein neues Allzeithoch. Als Wachstumstreiber nannte die Hassia-Gruppe Glas-Mehrweggebinde und das Segment stilles Mineralwasser.

Im Bereich der alkoholfreien Erfrischungsgetränke trugen laut der Mitteilung vor allem die Marken Bionade und Vita Cola zum Wachstum bei. Bionade profitierte demnach von der Naturtrüb-Range und einer im Vorjahr eingeführten Eistee-Linie. Vita Cola stieg nach Angaben des Unternehmens durch die Ausweitung des Vertriebsgebiets zur Nummer drei im gesamtdeutschen Cola-Markt auf.

Hassia investiert Rekordsumme in Anlagen und Infrastruktur

Weniger erfreulich entwickelte sich das Fruchtsaftgeschäft. Die Marken Rapp’s und Kumpf folgten dem rückläufigen Markttrend, den die Hassia-Gruppe auf anhaltend hohe Rohwarenpreise zurückführt. Für 2026 erwartet das Unternehmen allerdings eine Entspannung bei den Rohwarenpreisen für Orangensaft, die positive Impulse setzen soll.

Die Hassia-Gruppe investierte 2025 nach eigenen Angaben eine Rekordsumme in Anlagen und Infrastruktur. Unter anderem errichtete das Unternehmen eine neue Glasabfüllanlage und ein Tanklager am Standort Bad Vilbel. In diesem Zuge verlagerte die Gruppe die Saftherstellung, Abfüllung und Logistik der Tochter Rapp’s Kelterei von Karben nach Bad Vilbel. Darüber hinaus ließ sich das Unternehmen im Herbst 2025 nach dem ZNU-Standard „Nachhaltiger Wirtschaften“ zertifizieren. Die Hassia-Gruppe beschäftigt den Angaben zufolge 1.551 Mitarbeiter und betreibt Standorte in mehreren Bundesländern.

Neue Produkte