Mineralwasser aus Sachsen Lichtenauer steigert Absatz gegen den Markttrend

Die Lichtenauer Mineralquellen haben ihren Absatz im zurückliegenden Geschäftsjahr 2025 um gut 7 Prozent gesteigert – obwohl der ostdeutsche Getränkemarkt insgesamt schrumpfte. Vor allem Glas-Mehrwegflaschen treiben das Wachstum. Auch die Schwestermarken Margon und Vita Cola legen zu.

Donnerstag, 23. April 2026, 09:32 Uhr
Theresa Kalmer
Rund 700.000 Flaschen täglich: Die Lichtenauer Mineralquellen produzieren am Standort Lichtenau im Sommer sogar bis zu eine Million Flaschen pro Tag. Bildquelle: Lichtenauer Mineralquellen

Die Lichtenauer Mineralquellen haben im Geschäftsjahr 2025 ihren Absatz um 7,1 Prozent auf 174,8 Millionen Liter gesteigert. Das sächsische Brunnenunternehmen, das zur hessischen Hassia-Gruppe gehört, profitierte nach eigenen Angaben vor allem von einer wachsenden Nachfrage nach Mineralwasser in Glas-Mehrweggebinden.

Das Wachstum fällt umso bemerkenswerter aus, als der Gesamtmarkt für alkoholfreie Getränke in Ostdeutschland laut dem Marktforschungsunternehmen Circana im selben Zeitraum um 4,0 Prozent schrumpfte. In diesem rückläufigen Umfeld steigerte Lichtenauer seinen Absatz in Ostdeutschland den Angaben zufolge um 10,1 Prozent und bezeichnete sich als stärkste Regionalmarke. Im Kernmarkt Sachsen baute das Unternehmen seinen Marktanteil im Mineralwasser-Segment auf 23,3 Prozent aus. Zur Ertragslage macht das Unternehmen keine Angaben.

„Ein wesentlicher Treiber unseres Wachstums ist die deutlich gestiegene Nachfrage nach Glas-Mehrweggebinden“, erklärte Geschäftsführer Thomas Heß laut der Mitteilung. Daneben verwies er auf einen Trend zu bewusster Ernährung und weniger Zucker, von dem vor allem die zuckerfreien Wasser-Plus-Getränke des Unternehmens profitierten.

Margon wächst im Glas-Mehrweg um 32 Prozent

Auch die zum Unternehmen gehörende Marke Margon legte zu. Im Mineralwasser-Segment wuchs Margon den Angaben zufolge um 10,1 Prozent und erreichte damit den dritten Platz in Sachsen. Besonders stark entwickelte sich das Glas-Mehrweggebinde mit einem Absatzplus von 32,3 Prozent. Die Cola-Marke Vita Cola steigerte ihren Absatz ebenfalls – vor allem durch eine erweiterte Distribution in Westdeutschland. „Auch im neuen Vertriebsgebiet steht unsere Cola mit dem typischen Zitrus-Geschmack in der Verbrauchergunst ganz oben“, sagte Marketingleiterin Claudia Meincke laut der Mitteilung.

Darüber hinaus teilte das Unternehmen mit, dass die Hassia-Gruppe im Herbst 2025 nach dem sogenannten ZNU-Standard Nachhaltiger Wirtschaften zertifiziert worden sei. Dieser Managementstandard stammt vom Zentrum für Nachhaltige Unternehmensführung (ZNU) der Universität Witten/Herdecke. Am Standort Lichtenau beschäftigt das Unternehmen nach eigenen Angaben rund 220 Mitarbeiter und füllt täglich etwa 700.000 Flaschen ab.

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