Getränke-Start-up Curameo Ingwer-Shot-Hersteller ist insolvent

Curameo, Hersteller der Bio-Ingwer-Shots von Kloster Kitchen, hat Insolvenz angemeldet. Auslöser ist ein Gesellschafterstreit über die weitere Finanzierung. Dabei wuchs das Unternehmen zuletzt um mehr als 20 Prozent auf rund 10 Millionen Euro Umsatz.

Dienstag, 14. April 2026, 09:42 Uhr
Theresa Kalmer
Bio-Ingwer-Shots der Marke Kloster Kitchen: Trotz wachsender Nachfrage bringt ein Finanzierungsstreit den Hersteller Curameo in die Insolvenz. Bildquelle: Kloster Kitchen

Curameo aus dem fränkischen Reichenschwand, bekannt für ihre Bio-Ingwer-Shots der Marke Kloster Kitchen, hat beim Amtsgericht Nürnberg einen Insolvenzantrag gestellt. Das Gericht bestellte Patrick Meyerle von der Pluta Rechtsanwalts-Gesellschaft zum vorläufigen Insolvenzverwalter.

Grund für die Insolvenz ist laut Angaben der Rechtsanwalts-Gesellschaft ein Streit unter den Gesellschaftern: Diese konnten sich nicht auf die weitere Finanzierung des Unternehmens einigen. Curameo benötige für die nächste Entwicklungsphase zusätzliches Kapital, hieß es in der Mitteilung. Das Unternehmen beschäftigt nach eigenen Angaben rund 45 Mitarbeiter und erzielte 2025 einen Umsatz von rund 10 Millionen Euro – ein Plus von mehr als 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Produkte vertreibt Curameo über den eigenen Online-Shop, über Online-Marktplätze, den stationären Lebensmitteleinzelhandel sowie an Unternehmen wie etwa Fluggesellschaften.

Der vorläufige Insolvenzverwalter Meyerle kündigte an, den Geschäftsbetrieb vollständig weiterzuführen. „Die Produktion läuft weiter, so dass die Kunden auch in den nächsten Wochen mit den Produkten beliefert werden“, erklärte er laut der Mitteilung. Gemeinsam mit seinem Kollegen Daniel Barth verschaffe er sich derzeit einen Überblick über die Lage des Unternehmens. Die Gehälter der Beschäftigten seien für drei Monate über das Insolvenzgeld gesichert.

Curameo hatte in den vergangenen Jahren sein Sortiment über die ursprünglichen Bio-Ingwer-Shots hinaus auf Bio-Säfte, Bio-Smoothies und zuletzt ein Mikronährstoffkonzentrat ausgeweitet. Vorstand und Mitgründer Mario Fürst betonte in der Mitteilung, das Unternehmen habe „in einem stark umkämpften Markt für innovative Bio-Produkte dynamisch wachsen“ können. Nun gehe es darum, den Betrieb zu stabilisieren und Gespräche mit Kunden und Lieferanten aufzunehmen. Parallel prüfe das Unternehmen Optionen für eine Fortführung.

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