Der Getränkekonzern Mineralbrunnen Überkingen-Teinach hat im Geschäftsjahr 2025 seinen Umsatz erneut gesteigert, die eigene Ertragsprognose aber verfehlt. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sank um rund 5,2 Prozent auf 20,0 Millionen Euro, nachdem das Unternehmen im Vorjahr noch 21,1 Millionen Euro erreicht hatte. Damit verfehlte der Konzern sein Ziel, das EBITDA leicht über den Vorjahreswert zu steigern. Als Gründe nannte das Unternehmen in einer Mitteilung gestiegene Kosten für Rohstoffe, Energie, Logistik und Personal sowie deutlich niedrigere sonstige betriebliche Erträge.
Der Bruttoumsatz des börsennotierten Getränkeherstellers mit Sitz in Bad Teinach-Zavelstein legte den Angaben zufolge um 3,8 Prozent auf 193,3 Millionen Euro zu. Der Konzernumsatz nach Abzug von Erlösschmälerungen und Verbrauchsteuern stieg um 4,0 Prozent auf 162,4 Millionen Euro. Damit wuchs das Unternehmen nach eigenen Angaben im fünften Jahr in Folge. Besonders die Marke Teinacher trug mit einem Umsatzplus von 7,9 Prozent zum Wachstum bei. Die Heilwassermarke Hirschquelle legte um 18,7 Prozent zu, die Marke Krumbach um 1,7 Prozent. Im Saft- und Softdrink-Segment mit den Marken Vaihinger, Klindworth und Vaihingers Cocktail Plant erzielte der Konzern ein Plus von 2,6 Prozent.
Der Jahresüberschuss fiel mit 6,5 Millionen Euro um fast die Hälfte niedriger aus als im Vorjahr, als das Unternehmen 12,1 Millionen Euro erreicht hatte. Diesen Rückgang relativierte der Konzern in seiner Mitteilung: Der Vorjahreswert sei durch einmalige Sondereffekte begünstigt gewesen. Im Vergleich zum Jahr 2023, als der Jahresüberschuss bei 6,1 Millionen Euro lag, stieg das Ergebnis leicht. Die Dividende soll bei 0,75 Euro je Stammaktie und 0,83 Euro je Vorzugsaktie liegen – jeweils etwas höher als die reguläre Dividende des Vorjahres, aber ohne die damalige Sonderdividende von 0,40 Euro je Aktie.
Mineralbrunnen Überkingen-Teinach investiert 18,4 Millionen Euro
Im vergangenen Geschäftsjahr investierte Mineralbrunnen Überkingen-Teinach nach eigenen Angaben 18,4 Millionen Euro und damit so viel wie lange nicht. Das Geld floss vor allem in die Modernisierung der Abfüllanlagen an den Standorten Bad Teinach-Zavelstein und Kißlegg sowie in neue Kisten und Flaschen. „Wir blicken deshalb zuversichtlich in die Zukunft“, erklärte Geschäftsführer Andreas Gaupp laut der Mitteilung.
Für das laufende Geschäftsjahr 2026 erwartet die Geschäftsführung einen leichten Anstieg der Umsatzerlöse sowie ein Ebitda moderat über dem Niveau des abgelaufenen Geschäftsjahres.