Die Verbraucher in Deutschland haben im vergangenen Jahr weniger Wein gekauft. Die von Haushalten erworbenen Weinmengen und die damit erzielten Umsätze schrumpften 2025 im Vergleich zum Vorjahr um rund sieben Prozent, wie das Deutsche Weininstitut in Bodenheim bei Mainz mitteilte. Das Institut führt den Rückgang auf das weiterhin getrübte Konsumklima in Deutschland zurück.
Von den Rückgängen waren deutsche und internationale Weine in gleichem Maße betroffen, wie das Deutsche Weininstitut weiter mitteilte. Die Angaben beruhen auf einer Erhebung des Marktforschungsinstituts Nielsen, bei der rund 20.000 Haushalte befragt wurden. Absolute Zahlen ermöglicht die Erhebung nicht.
Die Zahl der Wein einkaufenden Haushalte blieb relativ stabil, wie Melanie Broyé Engelkes, Geschäftsführerin des Deutschen Weininstituts, erklärte. Diese Haushalte hätten jedoch seltener und weniger Wein eingekauft. „Die Situation des Weinmarktes bleibe insgesamt angespannt“, zitierte das Institut die Geschäftsführerin in der Mitteilung.
Der Marktanteil deutscher Weine im eigenen Land stieg den Angaben zufolge leicht auf 42,6 Prozent. Weine aus Italien kommen demnach auf einen Anteil von 17 Prozent, gefolgt von Spanien mit 13 Prozent und Frankreich mit 9 Prozent.