Der Hersteller mediterraner Feinkostcremes Ergüllü hat seine Führungsstruktur umgebaut. Gründer und Alleingesellschafter Bahadir Ergüllü übernahm bereits zum Jahreswechsel wieder die operative Geschäftsführung, wie das Unternehmen jetzt mitteilte. Gleichzeitig verließ Geschäftsführer und Vertriebsleiter Holger Braun das Unternehmen.
Ergüllü begründet die Rückkehr zu einem inhabergeführten Modell mit dem gestiegenen Mengenbedarf seiner Handelspartner und der positiven Geschäftsentwicklung der vergangenen Jahre. Das Unternehmen will nach eigenen Angaben Entscheidungswege verkürzen, Innovationszyklen beschleunigen und Prozesse effizienter gestalten. Neben der Gesamtverantwortung konzentriert sich Ergüllü auf die Weiterentwicklung des Produktportfolios sowie auf die Optimierung und Automatisierung betrieblicher Abläufe.
Seit März 2026 leitet Simon Balcke den Vertrieb, der zuvor von Geschäftsführer Braun mitverantwortet wurde. Balcke verfügt den Angaben zufolge über langjährige Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Marken und Handelsunternehmen. Er soll die Vertriebsstruktur professionalisieren, strategische Kundenbeziehungen ausbauen und die nationale sowie internationale Expansion begleiten. Bereits im Herbst 2025 verstärkte Adam Dawid als Werksleiter das operative Geschäft. Seit Anfang 2026 ergänzt zudem Caroline Eichmann als Marketingleiterin das Team. Den Bereich Finanzen und Controlling leitet weiterhin Daniel Antosik.
Ergüllü beliefert über 10.000 Handelspartner
Ergüllü beliefert nach eigenen Angaben bundesweit über 10.000 Handelspartner und zählt im Segment mediterraner Feinkostcremes zu den führenden Marken im deutschen Lebensmitteleinzelhandel. Das Unternehmen verzeichnete 2025 ein Wachstum von rund 17 Prozent. Seit 2025 ist Ergüllü auch international aktiv. Mit Hofer gelang eine erste Listung in Österreich. Das internationale Geschäft soll in den kommenden Jahren ausgebaut werden.
Die Mitarbeiterzahl stieg 2025 um mehr als 10 Prozent und liegt aktuell nach Unternehmensangaben bei rund 100 Beschäftigten. Seit 2025 bildet Ergüllü erstmals aus. Für 2026 plant das Unternehmen die Einführung eines neuen ERP-Systems zur Steuerung der Unternehmensprozesse sowie weitere Investitionen in Automatisierung und KI-gestützte Technologien. „Aktuell haben viele Marken im Handel mit Wachstumsproblemen zu kämpfen. Wir entgegnen diesem Trend im Jahr 2026, indem wir die Qualität unserer Rohwaren weiter erhöhen, innovative POS-Verpackungskonzepte einführen, kreative Platzierungskonzepte entwickeln und neue Produkte auf den Markt bringen“, zitierte das Unternehmen Bahadir Ergüllü in der Mitteilung.