Verarbeitendes Gewerbe Weniger Aufträge in der Konsumgüterindustrie

Der Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe ist im Dezember um 7,8 Prozent gestiegen. Bei den Konsumgütern lag er allerdings um 5,3 Prozent niedriger. Darüber informiert das Staristische Bundesamt.

Donnerstag, 05. Februar 2026, 10:59 Uhr
Thomas Klaus
Weniger zu tun für die Konsumgüterindustrie: Der Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe ist allerdings insgesamt im Dezember gestiegen. Bildquelle: Getty Images

Der Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe ist im Dezember 2025 deutlich gestiegen. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes legte der preisbereinigte Auftragseingang gegenüber November 2025 saison- und kalenderbereinigt um 7,8 Prozent zu. Ohne Großaufträge betrug das Plus 0,9 Prozent.

Umsatz im Dezember real niedriger

Der reale Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe war nach vorläufigen Angaben im Dezember 2025 saison- und kalenderbereinigt 1,4 Prozent niedriger als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Dezember 2024 war der Umsatz kalenderbereinigt 1,9 Prozent niedriger. Im Gesamtjahr 2025 war der reale Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe kalenderbereinigt um 1,3 Prozent niedriger als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

Auftragseingangs-Plus bei Investitionsgütern

Bei den Investitionsgütern stieg der Auftragseingang im Dezember 2025 um 10,5 Prozent gegenüber dem Vormonat, bei den Vorleistungsgütern um 5,7 Prozent. Bei den Konsumgütern lag er um 5,3 Prozent niedriger.

Den Anstieg führt das Statistische Bundesamt vor allem auf deutliche Zuwächse bei der Herstellung von Metallerzeugnissen und im Maschinenbau zurück. Bei der Herstellung von Metallerzeugnissen stieg der Auftragseingang um 30,2 Prozent zum Vormonat, im Maschinenbau um 11,5 Prozent. In beiden Wirtschaftszweigen meldete eine Reihe von Betrieben aus unterschiedlichen Bereichen Großaufträge, wie das Bundesamt mitteilte. 

Weniger Aufträge in der Automobilindustrie

Auch die Herstellung von elektrischer Ausrüstung verzeichnete ein Plus von 9,8 Prozent. Und die Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen legte um 5,7 Prozent zu.

In der Automobilindustrie ging der Auftragseingang hingegen um 6,3 Prozent zurück. Im Sonstigen Fahrzeugbau sanken die Auftragseingänge um 18,7 Prozent gegenüber November 2025, nachdem sie im Vormonat stark gestiegen waren. Dennoch gab es den Angaben zufolge auch hier wieder umfangreiche Großaufträge. 

Auslandsaufträge legen zu

Die Auslandsaufträge stiegen im Dezember 2025 um 5,6 Prozent. Dabei fielen die Aufträge aus der Eurozone um 0,6 Prozent, während die Aufträge von außerhalb der Eurozone um 9,7 Prozent zunahmen. Die Inlandsaufträge stiegen um 10,7 Prozent. Im Dreimonatsvergleich lag der Auftragseingang im vierten Quartal 2025 um 9,5 Prozent höher als im dritten Quartal, ohne Großaufträge stieg er im gleichen Zeitraum um 2,5 Prozent.

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