Quartalsbericht Niedriger Zuckerpreis drückt Südzucker ins Minus

Die niedrigen Zuckerpreise gehen am Hersteller Südzucker nicht spurlos vorbei: Der Konzern mit Sitz in Mannheim meldet für das erste Quartal 2025 einen deutlichen Umsatzrückgang. Zudem rutschte das Unternehmen in die roten Zahlen. 

Donnerstag, 10. Juli 2025, 13:41 Uhr
Manuel Glasfort
Eher bitter als süß sind die Zeiten bei Südzucker zuletzt gewesen. Bildquelle: Dennis Möbus/Südzucker

Vor dem Hintergrund sinkender Zuckerpreise hat Südzucker im ersten Quartal 2025/26 einen Umsatzrückgang von 15,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf rund 2,1 Milliarden Euro verkraften müssen. Während der Umsatz in den Segmenten Zucker, Spezialitäten, Crop Energies und Stärke sank, stieg er im Segment Frucht. Letzteres legte beim Umsatz um 7 Prozent zu auf 444 Millionen Euro. Grund für den Anstieg seien die deutlich gestiegenen Preise für Fruchtsaftkonzentrate, heißt es im Quartalsbericht.

Umsatz zwischen 8,7 und 9,2 Milliarden Euro angestrebt

Das Ergebnis nach Betriebstätigkeit lag im ersten Quartal bei minus sieben Millionen Euro, nachdem im Vorjahresquartal noch ein Plus von 155 Millionen Euro zu Buche stand. Das Ergebnis nach Betriebstätigkeit setzt sich zusammen aus dem operativen Ergebnis und dem Ergebnis aus Restrukturierung und Sondereinflüssen. Letzteres betrug minus 23 Millionen Euro, maßgeblich beeinflusst vom Zuckergeschäft. 

Ein negatives Finanzergebnis drückte den Konzern im ersten Quartal 2025/26 tiefer in die roten Zahlen. Unterm Strich ergab sich nach Finanzergebnis und Steuern ein Minus von 35 Millionen Euro, im Vorjahr hatte der Konzern noch ein Plus von 94 Millionen Euro vermeldet.

Für das Gesamtjahr 2025/26 peilt Südzucker einen Umsatz zwischen 8,7 und 9,2 Milliarden Euro an, nachdem es im Vorjahr 9,7 Milliarden gewesen waren. Das operative Konzernergebnis soll zwischen 150 und 300 Millionen Euro liegen (2024/25: 350 Mio. Euro).

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