Mischkonzern in der Krise Baywa verzeichnet 2024 Milliardenverlust

Der Mischkonzern Baywa muss für 2024 einen Verlust von 1,6 Milliarden Euro verkraften. Besonders das Geschäft mit erneuerbaren Energien brach ein. Das Unternehmen will sich nun verkleinern und setzt den Abbau von 1.300 Arbeitsplätzen fort. 

Donnerstag, 10. Juli 2025, 12:39 Uhr
Manuel Glasfort (mit dpa)
Schwarz auf weiß hat die Baywa nun ihren Milliardenverlust für 2024. Bildquelle: Baywa

Der Mischkonzern Baywa hat für das Jahr 2024 einen Verlust von 1,6 Milliarden Euro verzeichnet. Das teilte das Unternehmen mit. Der Konzern legte seinen Jahresbericht mit deutlicher Verspätung vor. 

Nur Obst- und Gemüsehandel mit verbessertem Ergebnis

Die Krise zieht sich durch nahezu alle Geschäftsbereiche des aus dem Agrarsektor stammenden Unternehmens. Besonders stark betroffen ist das Segment der regenerativen Energien. Hier brach der Umsatz um 29 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro ein. Das operative Ergebnis in diesem Bereich stürzte auf minus 732 Millionen Euro.

Lediglich der Obst- und Gemüsehandel konnte sein operatives Ergebnis verbessern, allerdings nur im Vergleich zu einem schwachen Vorjahr. Das war von Unwetterschäden geprägt. 

Der hohe Verlust resultiert nicht nur aus dem schwachen operativen Geschäft. Das Unternehmen musste zudem Wertberichtigungen in Höhe von 922 Millionen Euro vornehmen. Die Nettoverschuldung sank im Jahresvergleich um etwa 800 Millionen auf knapp 4,4 Milliarden Euro.

Stellenabbau zum Teil bereits  umgesetzt

„Im vergangenen Jahr hat die Baywa die schwerste Unternehmenskrise seit Bestehen erlebt“, so Konzernchef Frank Hiller. Das Unternehmen baut 1.300 Vollzeitstellen ab. Mehr als die Hälfte dieses Stellenabbaus ist nach Unternehmensangaben bereits umgesetzt.

Der Konzern plant eine deutliche Schrumpfung in den kommenden Jahren. Das Unternehmen will sein kriselndes Geschäft mit erneuerbaren Energien verkaufen und sich auf das traditionelle Kerngeschäft konzentrieren. Bei dieser Strategie des Gesund-Schrumpfens würde der Umsatz bis 2028 von zuletzt 21,1 Milliarden Euro auf 11,3 Milliarden Euro sinken. Dafür soll es mit dem Ergebnis kräftig nach oben gehen.

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