Der Absatz von alkoholfreien Getränken in Dosen ist in Deutschland stark gestiegen. Die verkaufte Menge wuchs in den vergangenen fünf Jahren um knapp 47 Prozent auf mehr als eine Million Tonnen, wie der Marktforscher NIQ mitteilte.
Die Umsätze mit Softdrinks aus der Dose legten zwischen Februar 2020 und Februar 2025 um zwei Drittel auf 3,23 Milliarden Euro zu. Mehr als 70 Prozent der Umsätze entfallen auf Energydrinks, wie aus den Daten hervorgeht. Die Zahlen beziehen sich auf Verkäufe im Lebensmittelhandel, in Drogerien, Getränkeabholmärkten und Tankstellen, ohne Kioske.
„Sie werden vor allem von jüngeren Menschen stark nachgefragt und über Social Media gehypt. Viele Marken erweitern deshalb ihr Portfolio um eine Dose“, erklärte NIQ-Konsumexpertin Petra Ossendorf. Die Dosen seien praktisch und gut unterwegs konsumierbar. Die neuen festen Deckel an PET-Flaschen störten viele Konsumenten, weshalb Dosen eine Alternative darstellten.
Die Zahl der verkauften Dosen war mit dem Start des Dosenpfands 2003 eingebrochen. Nach Einführung des einheitlichen Pfandsystems 2006 ging es jedoch wieder stetig nach oben. Umweltschützer kritisieren den hohen Energieverbrauch bei der Aluminiumproduktion. „Auf Seiten der Hersteller hat sich inzwischen die Meinung etabliert, dass die Umweltbilanz gar nicht so schlecht ist. Das Material kann wiederverwendet werden“, sagte Ossendorf.
