Bad Arolsen, Waldecker Land. Hinter den Werkstoren der Rügenwalder Spezialitäten Plüntsch hängt der Geruch von geräuchertem Holz in der Luft, vorn surren E-Lkw, hinten reifen Teewürste in Kammern, die in absehbarer Zeit ohne Erdgas auskommen sollen. Ein Wärmepumpenkonzept, ein Forschungsprojekt zur energieoptimierten Reifung, eine Familie in vierter und fünfter Generation, annähernd 200 Jahre Geschichte. „Wir sind ein 193 Jahre altes Start-up“, sagt Geschäftsführerin Julia Plüntsch. Diesen Satz muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Er ist das Gegenteil der Verzagtheitsromantik, die die deutsche Standortdebatte beherrscht. Im äußersten Norden Hessens investiert der Mittelständler seit Jahren in verbesserte Prozesse, erkennt, dass jetzt Zeit für mutige Entscheidungen ist, um in nächster Zukunft der kostspieligen Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zu entrinnen. 2024 hat der Wurstspezialitätenhersteller laut North Data in Bad Arolsen bis zu 1,9 Millionen Euro in die Hand genommen.
Das Wirtschaftsjahr 2026 ist eine Studie in Widersprüchen für Deutschland. Die Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihre Wachstumsprognose bereits im April auf 0,6 Prozent halbiert, vor allem wegen des Iran-Krieges. Die EU-Kommission sah Deutschland im November 2025 für 2026 bei 1,2 Prozent Wachstum – am unteren Rand der Eurozone. „2025 scheiterte in Deutschland im Schnitt alle 20 Minuten ein Unternehmen“, konstatiert Patrik-Ludwig Hantzsch, Leiter Wirtschaftsforschung bei Creditreform. Die Lage sei „einmalig“ – nicht weil die absoluten Zahlen Rekordwerte erreichten, in der Finanzkrise 2008/2009 waren es nach seinen Angaben bis zu 33.600 Insolvenzen, sondern weil sie auf eine „in sich geschwächte und strukturell vernachlässigte Volkswirtschaft“ träfen.

Im April 2026 legte die Beratungsgesellschaft KPMG die fünfte Auflage der Studie „Business Destination Germany“ vor – eine Befragung von 400 Finanzchefs ausländisch kontrollierter deutscher Tochtergesellschaften. Der KPMG-Standort-Index, der die Position Deutschlands im EU-Vergleich auf einer Skala von +10 bis −10 misst, fällt auf den historischen Tiefstand von +0,2. Annähernd 52 Prozent der befragten ausländischen Investoren bewerten ihre aktuelle Lage als schlecht oder sehr schlecht – fast eine Verdreifachung gegenüber 2023. Doch dieselbe Studie zeigt gleichzeitig, warum die scheinbare Verzweiflung nur die halbe Wahrheit ist. 48 Prozent erwarten auf Fünfjahressicht eine Verbesserung. 31 Prozent planen, ihre Investitionen 2026 zu steigern, 27 Prozent investieren mehr als 10 Millionen Euro. Was die Investoren positiv bewerten, liest sich wie eine Bestandsaufnahme dessen, was die Standortdebatte gern vergisst: 66 Prozent zählen Deutschland bei der öffentlichen Sicherheit zu den Top-Fünf-Ländern der EU, 65 Prozent bei der politischen Stabilität, 63 Prozent bei der Attraktivität für ausländische Investoren, 57 Prozent bei Größe und Kaufkraft des Absatzmarktes. 60 Prozent nutzen Deutschland als Europazentrale.
Deutschland noch vorn
Auch das Anwachsen der Streiktage ändert wenig am Befund: 48 Prozent sehen Deutschland bei Streikkultur und sozialem Frieden unter den fünf besten EU-Nationen. Zwischen 2014 und 2023 lag die Zahl streikbedingter Ausfalltage bei 21 pro 1.000 Beschäftigte – Belgien kam auf 107. Wer mit der nüchternen Investorenbrille schaut, sieht nicht das Endspiel eines Industriestandorts, sondern ein Land mit Problemen, die lösbar sind. Für 19 Prozent der KPMG-Befragten ist die Reformagenda der Regierung ein Investitionstreiber, für je 17 Prozent das Infrastruktur- und Verteidigungspaket sowie die Chancen aus Energiewende und Digitalisierung.
Frank Kleiner, Geschäftsführer Vertrieb und Marketing bei Harry-Brot, formuliert vorsichtig: „Der 2025 von der Bundesregierung beschlossene Wachstumsbooster war ein erster kleiner Schritt in die richtige Richtung.“ Bewegung sei erkennbar, „insbesondere bei Energie, Bürokratie und Planungsprozessen“. Harry-Brot schafft Fakten: 2025 übernahmen die Schenefelder den Glockenbrot-Standort Bergkirchen bei München, planen eine neue Großbäckerei in Erlensee bei Hanau und modernisieren ihr Werk in Troisdorf.
Weitere Unternehmen bekennen sich zum Standort Deutschland – mit Investitionen, nicht bloß mit Sonntagsreden. Essity, Hersteller von Tempo, Zewa und Tork, steckt rund 40 Millionen Euro in zwei neue Produktionslinien in Mainz-Kostheim. Werksleiter Oliver Obel sagt: „Essity trifft Investitionsentscheidungen langfristig und strategisch, nicht konjunkturzyklisch.“ Deutschland sei „kein Niedrigkostenstandort“, spiele aber „eine Schlüsselrolle durch Produktivität, technologische Kompetenz, qualifizierte Fachkräfte und Marktnähe“. Drei Jahre Planungs- und Genehmigungszeit nahm das Projekt in Anspruch – ein Befund, der für sich spricht. Die erste Linie für Endloshandtücher startete bereits 2024, die zweite Ende 2025. Obel benennt zwei Hebel, die in seinen Augen den Standort spürbar voranbringen würden. Zur Bürokratie sagt er: „Vereinfachte, digital unterstützte Verfahren und verbindliche Zeitrahmen würden Investitionen spürbar erleichtern und mehr Planungssicherheit schaffen.“ Zum zweiten Reizthema, der Energiepolitik, hält er sachlich fest: „Verlässliche energiepolitische Rahmenbedingungen sind ein zentraler Baustein, um bestehende Standorte zu sichern und zukünftige Investitionen zu ermöglichen.“ Essity, so Obel, setze „auf langfristige Wertschöpfung statt kurzfristiger Kostenoptimierung“ – ein klares Signal, das den Standort weit über den konjunkturellen Tag hinaus stützt.

Der deutsche Markt bleibt stark
Refresco-Geschäftsführer Guido Kühne hält Deutschland für „den stärksten Markt für Konsumgüter in Europa“. Coca-Cola Europacific Partners hat seit 2019 über 130 Millionen Euro in Mehrweg-Abfüllinfrastruktur investiert, weitere 150 Millionen sind angekündigt. Edeka Hessenring tätigt mit einem Trockensortimentslager bei Melsungen die größte Investition seiner Geschichte – einen „relevanten dreistelligen Millionenbetrag“, so Florian Kramm, Sprecher der Geschäftsführung.
An dieser Stelle schaltet sich Christoph Werner ein, der Vorsitzende der Geschäftsführung von dm-Drogeriemärkte. Werner mag das Wort „Krise“ nicht: „Wenn wir permanent Krisen haben, dann haben wir keine Krise mehr. Dann ist das der Normalzustand. Was wir als Krise bezeichnen, sind Veränderungen, weil wir uns über einen gewissen Zeitraum an Stabilität gewöhnt hatten. Dabei ist die Stabilität die Ausnahme. Veränderung ist eigentlich der Regelfall.“ Die Zeit-für-Mut-Debatte hält er für „total verfehlt“: „Wir brauchen eine klare Analyse unseres Istzustands, ein klares Bild, wo wir hinwollen – und eine klare Strategie, wie wir dorthin kommen.“
„Wir können ja sehen, dass der deutsche Kapitalstock sinkt“, fährt Werner fort. „Es wird also national mehr abgeschrieben, als investiert wird. Und gleichzeitig sehen wir, dass Arbeitsplätze abwandern. Das ist die sogenannte Deindustrialisierung.“ Deutschland sei „eigentlich ein Wirtschaftsriese“, habe sich aber durch unheimlich viele Vorschriften, die man sich wie kleine Bindfäden vorstellen könne, selbst gefesselt – Gulliver in Liliput lautet sein Bild dazu. Werner fordert eine sechsjährige Legislaturperiode, eine Amtszeitbegrenzung auf zwölf Jahre, eine Sunset-Klausel für jedes Gesetz und eine Überprüfung des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes, dessen Implementierung „die Welt um kein Jota besser gemacht“ habe.
Christoph Werner, Vorsitzender der Geschäftsführung, dm-Drogeriemärkte
Fehlt es Politik und Wirtschaft an Mut?
Die Frage geht am Kern vorbei. Was zu wenig aufgezeigt wird, ist ein attraktives Zukunftsbild, das Kräfte mobilisiert. Denn für Ziele, die mobilisieren, setzen wir uns ein. Fehlen diese, verzetteln wir uns im Klein-Klein mit einem Wust von Vorschriften und enden wie Gulliver in Liliput.
Was läuft falsch?
Wir müssten handeln wie ein Unternehmen, das sich erneuert. Das bedeutet, auch Dinge wegzulassen – und zu schauen, was wirklich fehlt.
Was sollte aus Ihrer Sicht konkret geändert werden?
Eine sechsjährige Legislaturperiode, Amtszeitbegrenzung auf zwölf Jahre, eine Sunset-Klausel für Gesetze und das Lieferkettengesetz überdenken. In Unternehmen muss Innovationsgeist herrschen. Wir müssen das Prinzip der permanenten Erneuerung der Wirtschaft wieder voranbringen.
Vom Talk zum Walk lautet die Losung
Bei dm selbst ist die Lage paradox stark. Werner spricht von „Channel Shifting“ zugunsten des Drogerieriesen: „Wir sind ein diskontierender Drogeriefachmarkt und haben Kundenzulauf.“ Konsumenten griffen zunehmend zu den dm-Marken. „Die Menschen legen größeren Wert auf Vertrauenswürdigkeit.“ Während andere ringen, wächst dm. Die Lehre dahinter: Nicht die Stagnation entscheidet, sondern wer in der Stagnation Positionen klar definiert.
Trolli-CEO Robert Mähler fasst die Anforderung der Stunde in einen Satz: „Die zentralen Herausforderungen sind weitgehend bekannt und umfassend analysiert. Entscheidend ist jetzt ein konsequentes ,Walk the Talk‘ – auf strategische Zielsetzungen müssen nun konkrete Schritte und die zügige und wirksame Umsetzung angekündigter Reformen folgen.“ Trolli setzt nach Angaben seines CEO weiter bedeutende Mittel in seinen deutschen Standorten ein.
Sabrina Ley, Geschäftsführerin Sales & Operations Metro Deutschland, sieht das ähnlich: „Die Zukunft entsteht nicht durch Erzählungen, sondern durch konsequentes, messbares Handeln von Unternehmen, besonders in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit.“ Sie ergänzt mit Blick auf die hiesige Wirtschaftspolitik: „Ein Aufschwung klappt nur, wenn wir endlich wirklich ins Machen kommen und nicht alles zerreden.“ Ritter-Sport-Chef Andreas Ronken bringt es auf den Punkt: „Wir haben kein Erkenntnisproblem, sondern ein Umsetzungsproblem.“
Andere drosseln: Pickerd-Chef Christoph Ludwig hat die mittelfristigen Investitionspläne im Herbst 2025 „on hold“ gesetzt. Seit 2020 reißt eine Krise nach der anderen die globalen Lieferketten auf: Pandemie, Ukraine-Krieg, Iran-Krieg, Klimaschocks in Westafrika. Wer Kakao, Palmöl, Kaffee oder Milch importiert, weiß heute nicht, was diese Rohstoffe morgen kosten oder ob sie verfügbar sind.
Genau hier setzt eine innovative Ökonomie an, die sich unabhängig von fragilen Lieferketten machen will. Die Studie „Food Tech Made in Germany“ der Herausgeber Thomas Becker (TU München) und Andrea Büttner (Fraunhofer IVV) plädiert dafür, „Resilienz, Souveränität und Nachhaltigkeit“ zusammen zu denken. Hebel sind regionale Leguminosen wie Erbse, Lupine und Ackerbohne; die Beratung Systemiq beziffert das Potenzial der Proteindiversifizierung bis 2045 auf bis zu 65 Milliarden Euro Wachstum und 250.000 Arbeitsplätze – sofern Deutschland seine Stärken im Maschinen- und Anlagenbau nutzt. Allerdings, die langen EFSA-Zulassungsverfahren für Novel Foods bremsen derzeit noch, heißt es im Markt.
In München produziert Planet A Foods mit der Marke Choviva seit 2021 ein kakaofreies Schokoladenmaterial aus fermentierten Sonnenblumenkernen und Hafer. Eine 30-Millionen-Dollar-Series-B-Finanzierung soll die Kapazität von 2.000 auf 15.000 Tonnen mehr als versiebenfachen. Damit ist eine wichtige Finanzierungshürde für Start-ups genommen, und die Zeichen stehen nun auf Wachstum. Auf der Partnerliste stehen Lindt, Lambertz, Rewe, Nestlé. Im November 2025 wurde Barry Callebaut Partner – der weltgrößte Kakaoverarbeiter erkennt damit ein deutsches Substitut als strategische Ergänzung an, nicht als Bedrohung.
In Leuna betreibt das Fraunhofer-Institut seit September 2025 eine Pilotanlage, die mit Lanza-Tech und Mibelle eine Palmöl-Alternative aus Industrie-CO₂ herstellt. Das Berliner Start-up „Kein Kaffee“ verzichtet komplett auf den Importrohstoff und röstet deutsche Bio-Lupinen. Wenn Rohstoffe knapp werden und Kosten steigen, kann der deutsche Markt noch immer mit seiner Technologieführerschaft punkten – und aus Krisen Chancen machen.
Bewusste Entscheidung für den Standort
Zurück nach Bad Arolsen. „In Deutschland zu produzieren, ist für uns eine bewusste Entscheidung“, sagt Julia Plüntsch, „verbunden mit der Erwartung, dass die Politik diese Entscheidung honoriert, statt sie zu erschweren.“ Ihr Wunsch an die Regierung: eine Energiepolitik, die Versorgungssicherheit, Klimaziele und Wettbewerbsfähigkeit zusammen denkt; ein zähl- und messbarer Bürokratieabbau; Steuer- und Investitionsanreize, die Eigenkapitalbildung im Mittelstand stärken. „Die Politik sollte aufhören, den Mittelstand rhetorisch zu loben und regulatorisch wie einen Großkonzern zu behandeln. Wir brauchen keine Sonntagsreden, sondern Werktagsentscheidungen“, lautet ihre Forderung an die Entscheidungsträger aller Parteien.
Patrik-Ludwig Hantzsch, Leiter Wirtschaftsforschung bei Creditreform, formuliert es nüchterner: „Ohne Mut und Lust auf die neue Zeit, egal wie schwierig sie ist, können wir uns gleich hinlegen.“ Deutschland habe einst aus einem großen Nachteil einen riesigen Vorteil gemacht: Da unser Land keine Rohstoffe in großer Menge anbieten könne, müsse sich diese Gesellschaft weiterhin „auf unsere Köpfe und die eigene Schaffenskraft verlassen“. Optimismus ist seiner Meinung nach „oberste Bürgerpflicht“. Zumal der Standort weiterhin sehr viel zu bieten habe.

Sowohl die Arbeitsproduktivität als auch der Lebensstandard werden von den Finanzvorständen in der KPMG-Studie als schlechter bewertet als noch vor einigen Jahren.

Forschungsstandort ist führend
Was lässt die Wirtschaft also weiterhin an den Standort glauben? Kein einzelnes Argument, sondern ein nüchternes Set von Fakten: eine Forschungslandschaft unter Europas Top-Standorten, ein duales Ausbildungssystem, das international Maßstäbe setzt, ein Mittelstand, der in Generationen denkt, der größte Binnenmarkt Europas, sozialer Frieden – und ein Innovationscluster, das Substitute liefert, wo globale Lieferketten reißen.
Was fehlt, ist die Übersetzung: die Lücke zwischen Strategiepapier und Umsetzung, zwischen Investitionsbooster und Werkstor. „Walk the Talk“, sagt Mähler. „Werktagsentscheidungen“, sagt Plüntsch. „Veränderung ist der Regelfall“, sagt Werner. Drei Sätze, drei Branchen, eine Botschaft: Es ist immer Zeit für Mut. Den Mut, mittelständisch zu kalkulieren und nicht zu zaudern. Drogerieprimus Werner hat recht: Stabilität ist die Ausnahme, Veränderung der Regelfall. Wer das verstanden hat, hat schon gewonnen.
Bekenntnisse zum Standort Deutschland
Die deutsche Ernährungsindustrie meldet für 2025 einen Umsatz von 241,8 Milliarden Euro, ein Plus von 3,9 Prozent. Das Wachstum kommt fast ausschließlich aus dem Export: Auslandsumsätze plus 9,0 Prozent, Inland nur plus 1,0 Prozent, heißt es in einer Mitteilung der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE). Die Umsatzentwicklung scheint eine BVE-Umfrage zu bestätigen: Mitte 2024 wollten nur 18 Prozent der Unternehmen die Investitionen im Inland erhöhen – aber 35 Prozent im Ausland.
Gegen den Trend handeln
Es gibt jedoch Gegengewichte – etliche Mittelständler setzen weiterhin auf den heimischen Markt. So hat Bürger aus Crailsheim Ende 2025 ein 10.000-Quadratmeter-Nachbargrundstück erworben. Geschäftsführer Martin Bihlmaier betont auf Nachfrage: „Wir investieren weiter ganz bewusst in den Standort Deutschland. In den kommenden drei Jahren werden wir über 70 Millionen Euro einsetzen, um unsere Kapazitäten weiter auszubauen und unser Wachstum abzusichern.“ Wurstspezialist Steinhaus in Remscheid investiert nach Aussage von Geschäftsführerin Anja Steinhaus-Nafe „einen knapp zweistelligen Millionenbetrag“ in Digitalisierung, Automatisierung und ein Forschungs- und Entwicklungszentrum. Und Kuchenmeister in Soest steckt einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag in die Erweiterung der Produktion. Auch Konzerne bekennen sich. Japan Tobacco International (JTI) hat in Trier 30 Millionen Euro in eine Anlage für erhitzbare Tabaksticks investiert. Coca-Cola Europacific Partners hat im Schnitt der vergangenen fünf Jahre mehr als 120 Millionen Euro jährlich in die Hand genommen. Auch Refresco-Geschäftsführer Guido Kühne stimmt ein: „Wir setzen auf den Standort. Auch die Akquisition weiterer Standorte in Deutschland ist für uns interessant.“
Der Handel zieht ebenfalls mit
Edeka Hessenring errichtet bei Melsungen ein voll automatisiertes Trockensortimentslager mit Witron als Partner: 35.000 Quadratmeter, bis zu 31 Meter hoch, dreistelliger Millionenbetrag, über 200 neue Stellen. Es ist laut Geschäftsführer Florian Kramm „die mit Abstand größte Investition in der 100-jährigen Unternehmensgeschichte“. Inbetriebnahme: Frühjahr 2029. Die Botschaft dahinter: Der Standort ist besser als sein derzeitiger Ruf.
